Drogenkartell unter Polizeischutz

Mexiko-Stadt - Das mexikanische Drogenkartell La Familia erpresst unter dem Schutz von Polizeichefs zahlreiche Bauern, Minenarbeiter und Organisatoren von Stierkämpfen.

Das geht aus einem am Sonntag veröffentlichten Bericht der mexikanische Polizeibehörde für öffentliche Sicherheit (SSP) hervor, in dem das Ausmaß der Korruptions- und Einschüchterungstaktiken von La Familia in ihrem Herkunftsort im Staat Michoacan durchleuchtet wird.

Um die Einkünfte aus dem Drogenhandel zu erhöhen, zwingt La Familia demnach örtliche Minenarbeiter, von ihren Erlösen aus dem Verkauf von Metall umgerechnet 1,50 Dollar pro Tonne an sie zu zahlen. Viehzüchter zahlen den Angaben zufolge beim Verkauf von Rindfleisch umgerechnet einen Dollar pro Kilogramm. Außerdem müssten Obstbauern “Quoten“ oder ein Prozent ihrer Gewinne aus Erträgen abtreten. Von Erpressungen seien auch Organisatoren von Stierkämpfe, Hahnenkämpfe und Konzerten betroffen, hieß es.

dapd

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