Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Überschwemmungen

Erdrutsch in Ecuador sorgt für Umweltkatastrophe: Fast eine Million Liter Öl kontaminieren Regenwald

Starke Regenfälle sorgen für Überschwemmungen in Ecuador. Mehr als 20 Menschen sterben bei einem Erdrutsch in Quito.

Update vom Donnerstag, 03.02.2022, 17.30 Uhr: Im Regenwald von Ecuador sind rund 6000 Barrel Öl (jeweils 159 Liter) ausgetreten. Wie das Energieministerium des südamerikanischen Landes am Mittwoch (02.02.2022) mitteilte, seien 5000 Barrel bereits wieder abtransportiert worden.

Nach starken Regenfälle war Ende vergangener Woche bei einem Erdrutsch in der Region Piedra Fina in der Provinz Napo eine Pipeline des Energiekonzerns OCP leckgeschlagen. Das austretende Öl kontaminierte die Vegetation in dem angrenzenden Regenwald.

Ecuador verfügt über die drittgrößten Ölreserven in Südamerika und förderte zuletzt pro Jahr rund 175 Millionen Barrel Öl. Aufgrund massiver Umweltschäden steht die Förderung im Amazonasgebiet jedoch in der Kritik.

Nach heftigen Regenfällen war Ende vergangener Woche bei einem Erdrutsch in der Region Piedra Fina in der Provinz Napo eine Pipeline des Energiekonzerns OCP leckgeschlagen.

Erstmeldung vom Mittwoch, 02.02.2022, 14.28 Uhr: Quito – Ecuador hat mit schweren Regenfällen und Überschwemmungen zu kämpfen. Es sollen die Schwersten seit zwei Jahrzehnten sein. Allein in der Hauptstadt Quito sind mindestens 24 Menschen bei einem Erdrutsch gestorben. Zwölf Weitere werden noch vermisst, 48 Personen seien verletzt, berichteten die Behörden im südamerikanischen Land am Dienstagabend (01.02.2022). Schwere Regenfälle sind die Ursache des Erdrutsches. Allein am Montag (31.01.2022) fielen allein 75 Liter Regen pro Quadratmeter.

Die Überschwemmungen in Ecuador begannen am Montag (31.01.2022) an den Hängen des Vulkans Pichincha, dem Hausberg der Haupstadt Ecuadors. Allein an diesem Tag fielen laut Quitos Bürgermeister Santiago Guarderas 75 Liter pro Quadratmeter. Aufnahmen örtlicher Medien zeigten, wie die Wassermassen die Straßen Quitos erreichen, während Hilfskräfte den Menschen helfen, sich vor den Fluten in Sicherheit zu bringen. Autos wurden dabei von Geröll und Schlamm verschlungen, Häuser überschwemmt.

Nach dem Erdrutsch in Ecuadors Hauptstadt Quito bergen Einsatzkräfte einen Toten.

Ecuador: Schwere Regenfälle bringen Auffangbecken zum Überlaufen

Der sintflutartige Regen brachte laut Quitos Bürgermeister Guarderas ein Auffangbecken am Hang des Vulkans zum Überlaufen. Das Becken hätte zuvor fast das vierfache der üblichen Wassermenge aufgenommen, berichtet der Bürgermeister. Eine etwa ein Kilometer lange Flutwelle überflutete daraufhin einen Sportplatz, auf dem Volleyballspieler gerade vor Publikum trainierten. Es blieb unklar, wie viele von ihnen unter den Opfern sind.

Seit 2003 sei nicht mehr so viel Regen gefallen wie am Montag, erklärte Guarderas. Soldaten unterstützen die Rettungskräfte bei den Aufräum- und Bergungsarbeiten. Die Behörden schlossen am Dienstag (01.02.2022) nicht aus, dass unter dem Schlamm und den Trümmern noch weitere Tote gefunden werden könnten. Soldaten suchen jedoch weiterhin mit Hunden nach Überlebenden.

Erdrutsch in Ecuador führt zu Umweltkatastrophe

Ecuardors Präsident Guillermo Lasso sprach den Angehörigen der Oper sein Beileid aus. Die Behörden würden ihre Such- und Rettungsbemühungen sowie die Aufräumarbeiten fortsetzen. Betroffene Familien erhalten humanitäre Hilfe erhalten und mit Lebensmitteln, Kleidung und Hygieneartikeln versorgt werden und psychologische Betreuung erhalten, kündigte der Präsident auf Twitter an. Verletzte würden in Gesundheitszentren versorgt. Das Bauministerium verschaffe sich einen Überblick über die Schäden an Häusern und arbeite daran, für wohnungslose Familien Lösungen zu finden, erklärte Guillermo Lasso außerdem.

Bereits am Freitag (28.01.2022) hatten schwere Regenfälle in der Provinz Nopo im Osten Ecuadors eine Schlammlawine verursacht, die anschließend eine Ölpipeline beschädigte. Das auslaufende Öl hatte auch Quellen und Flüsse kontaminiert, aus denen Indigene ihr Wasser beziehen. Der Betreiber OCP Ecuador erklärte, er habe mit der Reparatur begonnen und das auslaufende Öl werde in Auffangbecken gesammelt und abtransportiert.

Ecuador: Zahlreiche Tote nach schweren Regenfällen und Erdrutschen

Seit Oktober 2021 haben schwere Regenfälle 22 der 24 Provinzen Ecuadors heimgesucht. Dabei wurden bis Sonntag (30.01.2022) laut dem Katastrophenschutz mindestens 18 Menschen getötet und 24 verletzt. Forschende warnen schon seit längerem, dass der Klimawandel das Risiko von Extremwetterereignissen wie Starkregen weltweit erhöht. (ms/AFP) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Diego Pastillo/Umweltministerium Ecuador/dpa

Kommentare