Gewaltiger Knall in Niedersachsen

Mann bei Explosion eines Wohnhauses getötet

+
Feuerwehrleute löschen die Reste des Hauses.

Kalbe - Gewaltiger Knall im kleinen Ort Kalbe am Donnerstagabend: Wo kurz zuvor noch ein Wohnhaus stand, brennen plötzlich nur noch Trümmerhaufen. Unter ihnen wird die Leiche eines Mannes gefunden.

Durch eine gewaltige Explosion ist in Niedersachsen ein freistehendes Einfamilienhauses völlig zerstört und ein Mann getötet worden. Den Einsatzkräften bot sich am Ort des Geschehens in Kalbe (Kreis Rotenburg), rund 50 Kilometer südwestlich von Hamburg, am Donnerstagabend ein "erschreckendes Bild", wie die Polizei mitteilte. "Man kann nicht mehr von einem Haus sprechen. Es ist ein reiner Schutthaufen", sagte ein Polizist, der vor Ort gewesen war. "Es steht nichts mehr."

Die Explosion sei kilometerweit zu hören gewesen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Beim Eintreffen der Rettungskräfte brannten die Trümmer des explodierten zweistöckigen Hauses in einer ruhigen Wohngegend mit mehreren Einfamilienhäusern. Bruchstücke waren bis zu 50 Meter weit geflogen und hatten andere Gebäude beschädigt. Unter anderem gingen bei Nachbarhäusern und parkenden Autos Fenster kaputt. Sie wurden teils von Holzbalken und Backsteinen getroffen.

Im Schutt fanden Rettungskräfte die Leiche des Mannes. „Unsere Vermutungen gehen in die Richtung, dass es sich bei dem Opfer um den Lebenspartner der 32 Jahre alten Hausbesitzerin handelt“, sagte Polizeisprecher Heiner van der Werp am Freitag. Sicherheit solle eine DNA-Probe liefern. Die Frau war am Donnerstagabend auf der Arbeit über die Explosion informiert worden. Am Explosionsort musste sie von einem Seelsorger betreut werden.

Die Ursache der Explosion war am Freitagmorgen weiter unklar. Die Feuerwehr bemerkte bei den Löscharbeiten nach eigenen Angaben keinen Gasgeruch. Bis in die frühen Morgenstunden waren die Einsatzkräfte mit den Löscharbeiten beschäftigt. Über die Höhe des Schadens wurde zunächst nichts bekannt.

Die Trümmer wurden in der Nacht mit Baggern abgetragen, um die Glut in den Überresten des Gebäudes vollständig löschen zu können. Weitere Opfer wurden ausgeschlossen.

dpa

Zurück zur Übersicht: Welt-News

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser