Musik-Fan von Lichtmasten erschlagen

Electric-Love-Tragödie: Hätte evakuiert werden müssen?

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Koppl - Im Drama um den Tod eines 23-Jährigen beim Electric Love Festival am Salzburgring ergaben nun weitere Untersuchungen, dass der Lichmasten in Ordnung war. Der Veranstalter ist aber noch nicht völlig entlastet.

Was ein schönes Musik-Festival werden sollte, endete in einem tödlichen Drama: Ein schweres Unwetter hatte beim Electric Love Festival am Salzburgring am 11. Juli dramatische Folgen gewütet.

Denn heftiger Wind brachte einen Lichtmast zu Fall und begrub einen 23-jährigen Flachgauer unter sich. Für den jungen Mann kam jede Hilfe zu spät.

 

Obduktion brachte erste Klarheit

Die Obduktion des 23-Jährigen sollte dann die Todesursache klären. Denn nach ersten Einschätzungen wies der Verunglückte äußerlich keine auf ein tödliches Geschehen hindeutende Verletzungen auf. Das Obduktionsergebnis bestätigte schließlich, dass der Masten ursächlich für den Tod des jungen Mannes war.

Daraufhin gerieten die Veranstalter ins Visier der Ermittlungen. Die Frage: War der Lichtmasten ordnungsgemäß installiert worden? Erste Untersuchungsergebnisse entlasten nun die Veranstalter des Electric Love Festivals in diesem Punkt. Wie salzburg24.at berichtet, haben Statik-Sachverständige die Lichtmasten im Auftrag der Staatsanwaltschaft untersucht. Diese müssten laut Vorgaben eine Windgeschwindigkeit von 60 km/h aushalten. Nach den Statikerberechnungen hätten die Masten sogar Geschwindigkeiten bis zu 73 km/h standgehalten, so Staatsanwaltschafts-Sprecher Marcus Neher gegenüber den Salzburger Nachrichten

Veranstalter noch nicht vollständig entlastet

Der Veranstalter Manuel Reifenauer nahm nach dem Unglück bei einer Pressekonferenz Stellung. Seinen Aussagen zufolge, wurde die Festivalleitung 45 Minuten vor dem Unfall über ein herannahendes Unwetter informiert. Neben anderen Sicherheitsmaßnahmen wurde entsprechend den Sicherheitsrichtlinien dann der Bereich des Beleuchtungsturmes von der Security geräumt und abgesperrt. Ob dies tatsächlich auch geschehen ist, wird nun mittels Zeugenaussagen und Videoaufnahmen der Festivalbesucher überprüft.

Musikfan stirbt bei Festivalbesuch in Koppl

mh

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