Gefährliche Erreger

Explosion in russischem Biowaffen-Labor - Forschungszentrum lagert Ebola und Pocken

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Pockenviren auf einem Bildschirm (Archivbild).

Eine Explosion in einem russischem Biowaffen-Labor sorgt für Aufsehen. Das Forschungszentrum „Vektor“ ist auf Viren spezialisiert. Auch an Ebola wird dort gearbeitet.

Nowosibirsk - Bei einer Explosion im Zuge von Bauarbeiten in einem staatlichen Bioforschungslabor in Russland ist in Sibirien ein Mensch verletzt worden. Dabei handelt es sich Medienberichten zufolge um das russische Forschungszentrum „Vektor“ nahe der sibirischen Metropole Nowosibirsk.

Explosion in russischen Bio-Labor: Keine gefährlichen Substanzen ausgetreten

Auf der Internetseite teilte das Labor Vektor mit, dass ein Gastank im fünften Stock eines sechsstöckigen Gebäudes explodiert sei. Russischen Medienberichten zufolge sei der anschließende Brand in einem Bereich ausgebrochen, in dem keine biologischen Materialien gelagert werden. Der Brand konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Es seien keine gefährlichen Substanzen aus dem auf Viren spezialisierten Forschungszentrum ausgetreten, sagte zudem Bürgermeister Nikolai Krasnikow der staatlichen Agentur Tass zufolge. Indes gab es in Essen eine Explosion mit zwei Toten in einer Wohnung, wie ruhr24.de* berichtet.

Explosion in russischen Bio-Labor: Forschungszentrum „Vektor“ erforscht zahlreiche Viren und Erreger

Das Forschungszentrum „Vektor“ ist eines des bedeutendsten Russlands, in dem zahlreiche Viren und Erreger erforscht werden. Die Einrichtung gilt als führend in der Erforschung lebensgefährlicher Viren. Das Zentrum hat sich auf die Diagnostik und Heilung von Infektionskrankheiten spezialisiert und entwickelt beispielsweise Impfstoffe gegen Hepatitis und Grippe. Es testet auch einen Impfstoff gegen das HI-Virus, das die tödliche Immunschwächekrankheit Aids auslöst. Auch an Ebola und Milzbrand wird im Vector-Labor gearbeitet.

Explosion in russischen Bio-Labor: Ein Verletzter

Es gebe Vorermittlungen wegen Verstoßes gegen die Vorschriften bei Bauarbeiten, berichteten lokale Medien am Dienstag. Den offiziellen Angaben zufolge waren Arbeiter auf der Etage mit Lackierarbeiten beschäftigt, als es zu der Explosion mit dem anschließenden Brand auf einer Fläche von rund 30 Quadratmetern kam. Zu der Zeit habe es keine Arbeiten mit biologischem Material gegeben.

Das Gebäude sei nicht beschädigt worden, hieß es. Der verletzte Arbeiter kam demnach mit leichten Verbrennungen in ein Krankenhaus. Der Komplex liegt in dem Ort Kolzowo in der Nähe von Nowosibirsk.

Vor kurzem noch kostete der Brand zweier Frachtschiffe vor der Südküste der Halbinsel Krim vermutlich 20 Seeleuten das Leben.

dpa

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