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Fall Kampusch: Priklopil-Freund unter Verdacht

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Nach Medienberichten hätten die Behörden viel früher reagieren können, da schon im Anfangsstadium Hinweise auf Kampuschs Entführer bekannt wurden.

Wien/Hamburg - Die Grazer Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt im Entführungsfall Natascha Kampusch auch gegen einen Freund des Täters Wolfgang Priklopil.

“Es besteht der Verdacht, dass er an der Entführung beteiligt war“, sagte der Erste Oberstaatsanwalt in Graz, Thomas Mühlbacher, der Deutschen Presse-Agentur dpa am Samstag und bestätigte damit einen Bericht der Zeitung Die Presse am Sonntag. Gegen den Verdächtigen, Ernst H., werde nun wegen “Freiheitsentziehung“ ermittelt. “Es haben sich Verdachtsmomente ergeben“, sagte Mühlbacher. “Und aus der besonderen Nahbeziehung von H. zu Priklopil sind noch Fragen offen, die nicht zufriedenstellend geklärt sind.“

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Im Zusammenhang mit dem Fall Kampusch sei außerdem ein Ersuchen an die deutsche Staatsanwaltschaft gestellt worden, bei zwei Zeugen Beweismittel sicherzustellen. Bis Jahresende will Mühlbacher über eine eventuelle Anklage entscheiden.

Die heute 21-jährige Kampusch wurde als zehnjährige Schülerin 1998 von Priklopil entführt und nahe Wien in einem Keller festgehalten. Mitte 2006 konnte sie sich nach achtjähriger Gefangenschaft befreien. Der Täter beging noch am selben Tag Selbstmord.

dpa

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