Fast 20 Tote bei Gewalt in Pakistan

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Die Welle der Gewalt in Pakistan ebbt nicht ab.

Peshawar - Bei einem Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans und Kämpfen im Swat-Tal sind am Samstag mindestens 19 Menschen getötet worden.

Ein Selbstmordattentäter fuhr nach Angaben der Polizei mit seinem mit Sprengstoff beladenen Auto an einen Kontrollpunkt in der Provinzhauptstadt Peshawar. Als Polizisten das Fahrzeug überprüfen wollten, löste der Mann die Explosion aus. Elf Menschen wurden getötet, darunter vier Kinder, wie die Behörden mitteilten. Unter den Todesopfern waren auch zwei Polizisten sowie eine Frau. 25 Menschen wurden verletzt.

Peshawar nahe der Grenze zu Afghanistan ist seit Tagen Schauplatz einer Welle von Anschlägen. Am Freitag wurden bei einem Anschlag auf eine regionale Zentrale des Geheimdienstes ISI zehn Menschen getötet. Anschließend wurden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft, Kontrollposten eingerichtet. Ein solcher war am Samstag Ziel des Anschlags. Im Laufe der vergangenen Woche wurden mehr als 50 Menschen getötet.

Die zunehmende Gewalt steht offenbar in Zusammenhang mit einer Offensive der Regierungstruppen gegen islamische Extremisten in den Stammesgebieten von Süd-Waziristan. Im Swat-Tal wurden bei Feuergefechten nach Angaben der Streitkräfte acht Extremisten getötet. Die Zwischenfälle in dem Ort Charbagh zeigten, dass die Taliban auch drei Monate nach Beginn der Militäroffensive in der Region noch aktiv sind.

Die Regierungstruppen haben nach eigenen Angaben in ihrer Sommeroffensive 1.800 Taliban getötet, die in dem Tal eine Herrschaft nach einer strengen Auslegung des Islams errichtet hatten. Zwei Millionen Menschen wurden wegen der Kämpfe zu Flüchtlingen.

AP

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