Wanderung mit unerwartetem Ausgang in Österreich

Alpine Notlage: Frau (29) muss mit Hubschrauber gerettet werden

Die Bergretter während der Rettungsaktion
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Die Bergretter bei der Rettungsaktion.

Filzmoos - Eine Gruppe von fünf deutschen Staatsangehörigen wollte von der Oberholfalm in Filzmoos zur Südwandhütte am Fuße des Dachsteins wandern. Da sich der Zustand einer Wanderin während des Aufstieges immens verschlechterte, musste Hilfe angefordert werden.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Die fünfköpfige Gruppe hatte eine 9,6 kilometerlange Wanderung geplant, bei der rund 1.100 Höhenmeter im Aufstieg zu überwinden sind. Ein Gruppenmitglied erkundigte sich telefonisch bei der Südwandhütte über den Weg und erhielt die Antwort, dass der Weg gut ausgeschildert sowie machbar sei. Jedoch würden an der Südwandhütte 40 cm Neuschnee liegen. Da alle Gruppenmitglieder über adäquate Ausrüstung verfügten, entschieden sie sich für die Ausführung der geplanten Wanderung.

Die Gruppe startete bei der Oberhofalm und erreichte nach etwa 2 Stunden Gehzeit den Sulzenhals. Nach dem Abstieg vom Sulzenhals und im Anstieg auf das Tor wurde das Unterfangen zunehmend von den schlechten Witterungs- und Wegverhältnissen beeinträchtigt. Teilweise gab es knietiefe Schneeverwehungen und die Wanderer brachen immer wieder zwischen Latschen und Steinen durch den Schnee. Der Zustand der 29-jährigen Frau verschlechterte sich während des Aufstieges immens.

Auf 2033 Meter war sie am Ende ihrer Kräfte und ein Weiterkommen war nicht mehr möglich. Aufgrund dessen setzte die Gruppe einen Notruf ab. 16 Bergretter und ein Alpinpolizist stiegen über die „Bachlalm“ zur Gruppe auf. Desweiteren wurde der Rettungshubschrauber „Christophorus 14“ verständig, der gegen 18.55 Uhr die 29-Jährige erschöpft aber unversehrt ins Tal flog.
Die vier anderen Gruppenmitglieder stiegen selbstständig in Begleitung der Bergrettung ins Tal ab.

Pressemitteilung der Polizei Salzburg

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