Tragischer Bergunfall im Salzburger Land

Frau (36) stürzt am Kraxenkogel 200 Meter in den Tod

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Die 36-Jährige stürzte am Kraxenkogel 200 Meter in den Tod.
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Salzburg/Flachau - Im Pongau hat sich vermutlich bereits am Mittwoch ein schlimmer Unfall ereignet. Eine einheimische Mountainbikerin stürzte dabei rund 200 Meter in den Tod. Ihre Leiche wurde erst einen Tag später gefunden.

Die 36-jährige Flachauerin war am Mittwochmorgen, 4. September, von ihrem Wohnort aus mit dem Mountainbike in Richtung Oberennsalm am Kraxenkogel losgefahren, wie die Landespolizeidirektion Salzburg nun mitteilte. Sie hatte gegenüber Angehörigen erklärt, dass sie auf das Benzeck gehen wollte. Als sie am Abend nicht zurückkehrte, erstattete ihr Bruder bei der Polizei eine Vermisstenanzeige

Die Bergrettungen Flachau und Kleinarl, die Alpinpolizei St. Johann im Pongau, ein Polizeidiensthundeführer, eine Polizeistreife und ein Polizeihubschrauber nahmen unverzüglich die Suche auf. Diese musste jedoch in der Nacht auf Donnerstag, 5. September, gegen Mitternacht witterungs- und dunkelheitsbedingt zunächst erfolglos abgebrochen werden.

Polizeihubschrauber entdeckt Leiche

Am Kraxenkogel im Pongau passierte der tödliche Unfall.

Am frühen Donnerstagmorgen setzten die Einsatzkräfte die Suche fort. Gegen 9 Uhr sichtete eine Hubschrauber-Besatzung in einer Rinne ostseitig des Kraxenkogels schließlich eine offensichtlich leblose Person. Kurz darauf stand fest: Es handelt sich dabei um die vermisste 36-Jährige. Ersten Ermittlungen der Polizei zufolge, dürfte die Frau bei der Überschreitung des Kraxenkogels ausgerutscht und in der Folge vom Gipfelbereich ungefähr 200 Meter abgestürzt sein. Dabei erlitt sie tödliche Verletzungen.
Die Leiche wurde durch den Polizeihubschrauber geborgen und ins Tal nach Flachau geflogen. Die Familie der Toten wurde von einem Kriseninterventionsteam betreut. Nach jetzigem Ermittlungsstand kann Fremdverschulden ausgeschlossen werden, da die Frau alleine unterwegs gewesen sein dürfte. Laut Bergrettung Salzburg waren 26 Bergretter der Ortsstellen Flachau, Altenmarkt und Kleinarl und sieben Hundeführer sowie zehn Alpinpolizisten und zwei Polizeihubschrauberteam im Einsatz.

mw

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