Fluglotsen-Streik legt Flugverkehr in Belgien lahm

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Reisende in Belgien sitzen wegen des Fluglotsenstreiks in Brüssel fest.

Brüssel - Ein spontaner Streik der Fluglotsen hat am Dienstag für fast sechs Stunden den gesamten Flugverkehr in Belgien lahmgelegt.

Der belgische Luftraum wurde vom Nachmittag bis zum Abend gesperrt, teilte die nationale Flugsicherungsbehörde Belgocontrol mit. Hunderte Flüge fielen aus. Der größte Flughafen in der belgischen Hauptstadt Brüssel stellte den Flugverkehr vorübergehend ein. Auch auf anderen großen Flughäfen in Lüttich, Antwerpen und Charleroi - dem Stützpunkt des Billigfliegers Ryanair - ging nichts mehr. Einige Flüge wurden in Nachbarländer wie die Niederlande sowie nach Köln und Düsseldorf umgeleitet. Nachdem die belgische Regierung in dem Streit vermittelt hatte, gingen die Fluglotsen jedoch früher als angekündigt bereits nach 20.00 Uhr wieder an die Arbeit.

Nach Angaben des belgischen Verkehrsministeriums dürfte es aber bis zum Morgen dauern, bis der Flugverkehr wieder normal läuft. Ursprünglich hatten die Fluglotsen einen 24-stündigen Streik bis Mittwoch 14.00 Uhr angekündigt. Die Aktion war nicht angemeldet worden. Die Fluglotsen protestierten nach Angaben der größten belgischen Gewerkschaft ACV- CSC gegen ihre schlechten Arbeitsbedingungen und Probleme mit dem Management.

Belgocontrol ist die nationale Flugsicherungsbehörde Belgiens und überwacht die Sicherheit im Luftraum des Landes. Die Arbeitnehmer haben laut Unternehmen bislang keine offiziellen Forderungen präsentiert. “Sobald die Gewerkschaften eine formale Liste mit ihren Forderungen vorgelegt haben, ist das Management bereit, Gespräche aufzunehmen“, teilte Belgocontrol auf seiner Webseite mit.

dpa

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