Istanbul: Flutwelle reißt dutzende Menschen in den Tod

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Nach den heftigsten Regenfällen seit 80 Jahren ist am Mittwoch eine gewaltige Flutwelle über Istanbul eingebrochen.

Istanbul - Nach den heftigsten Regenfällen seit 80 Jahren ist am Mittwoch eine gewaltige Flutwelle über Istanbul eingebrochen und hat dutzende Menschen in den Tod gerissen.

Hier sehen Sie ein Video von der Naturkatastrophe in der Türkei

Mittlerweile stieg die Zahl der Todesopfer bei den Unwettern im Nordwesten der Türkei auf 28. Acht Menschen werden nach Angaben der Behörden noch vermisst. In den Stadtteilen Itikelli und Halkali waren zahllose Autofahrer in Wassermassen gefangen, die mehr als einen Meter hoch in den Straßen standen. Viele kletterten aufs Autodach und warteten auf Hilfe.

Bilder von der tödlichen Flutwelle

Schwere Überschwemmungen in der Türkei

Der stellvertretende Gouverneur von Istanbul, Hikmet Cakmak, sprach von einer Katastrophe. Nach seinen Angaben waren vier Hubschrauber und acht Boote im Einsatz, um gestrandete Autofahrer zu retten. In Itikelli bargen Feuerwehrleute nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Anatolia sieben Leichen an einer Tankstelle. Ebenfalls sieben Menschen kamen in Halkali ums Leben. Dabei handelt es sich um Arbeiter einer Textilfabrik, die beim Aussteigen aus einem Kleinbus von den Wassermassen erfasst und mitgerissen wurden.

Die Fluten überraschten die Bewohner am frühen Morgen, als viele Istanbuler auf dem Weg zur Arbeit waren. Überschwemmt wurden auch ein Flugplatz und eine Autobahnverbindung nach Griechenland. Die Regenfälle waren nach Angaben von Meteorologen so heftig wie seit 80 Jahren nicht mehr. Dadurch traten zwei Flüsse bei Istanbul über die Ufer. Für den (morgigen) Donnerstag wurden weitere Niederschläge vorhergesagt.

ap

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