Fußballteam in Venezuela verschleppt und ermordet

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Caracas - Grausiges Ende eines Fußballspiels: Die venezolanische Polizei hat in der Grenzregion zu Kolumbien die Leichen von elf Mitgliedern eines Fußballclubs gefunden, die vor zwei Wochen entführt worden waren.

Bei den Opfern handelt sich nach Medienberichten von Sonntag um neun Kolumbianer, einen Venezolaner und einen Mann aus Peru. Alle Leichen wiesen Schussverletzungen auf. Ein Mitglied der Gruppe, ein 18-jähriger Kolumbianer, überlebte. Er hatte eine Schussverletzung erlitten und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Die zwölf Mitglieder des Fußballteams mit dem Namen “Los Maniceros“ waren in dem an Kolumbien grenzenden venezolanischen Bundesstaat Táchira am 11. Oktober verschleppt worden. Die Männer, die auch als Straßenhändler unterwegs waren, spielten auf einem Bolzplatz in Fernando Feo, als ein Kommando von etwa 25 schwer bewaffneten Männern den Platz betrat. Die Kidnapper verlasen die Namen der “Los Maniceros“-Spieler und zwangen sie in drei Kleintransporter. Die Polizei fand ihre Leichen am Samstag an verschiedenen Orten in der Umgebung von Fernando Feo.

Nach Informationen, die wir von dem Überlebenden haben, wissen wir, dass dieser bewaffnete ELN-Arm auf venezolanischem Territorium von einem sogenannten Kommandant Payaso angeführt wird“, sagte ein Sprecher der Regionalregierung. In dem venezolanisch-kolumbianischem Grenzgebiet treiben unterschiedliche Guerillagruppen, Paramilitärs und Drogenhändler ihr Unwesen. Die Angehörigen der kolumbianischen Opfer forderten inzwischen eine Überführung der Leichen nach Kolumbien.

dpa

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