G8-Gipfel: Thema Hungersnöte

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L'Aquila - Mit Beratungen über den Hunger auf der Welt und die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf Afrika geht heute der G8- Gipfel zu Ende.

An den abschließenden Gesprächen im italienischen L'Aquila nehmen auch die Staats- und Regierungschefs von Schwellenländern und zahlreichen afrikanischen Staaten teil, darunter Libyens Präsident Muammar al-Gaddafi. Schon am Donnerstagabend gab es ein “historisches shake-hands“, als US- Präsident Barack Obama dem libyschen Revolutionsführer die Hand gab.

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Im Zentrum der Beratungen steht der Plan der G8-Staaten, direkte Nahrungsmittelhilfen zurückzufahren und den armen Staaten dafür mehr Geld zu geben, um eine eigene funktionierende Landwirtschaft aufzubauen. Die sieben führenden Industrienationen und Russland (G8) hatten bereits am Mittwoch beschlossen, mehr als zwölf Milliarden Dollar zur Verfügung zu stellen, um die Anbaumethoden zu verbessern. Die armen Länder, insbesondere in Afrika, leiden massiv unter der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Laut Welternährungsorganisation überschreitet die Zahl der Hungernden aufgrund der Krise in diesem Jahr erstmals die Milliarden-Schwelle.

Im Bereich der Entwicklungshilfe wollen die G8-Staaten künftig regelmäßig selbst überprüfen, ob sie ihre 2005 im schottischen Gleneagles gemachten Versprechen einhalten - etwa das, die Entwicklungshilfe für Afrika bis 2010 um 25 Milliarden Dollar pro Jahr zu erhöhen. Bereuits am Mittwoch hatten die G8-Staats- und Regierungschef ihr Ziel bekräftigt, bis 2015 0,7 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Entwicklungshilfe zur Verfügung stellen.

An den ersten beiden Gipfeltagen hatten die G8-Chefs Handlungsfähigkeit demonstriert: Dem Iran drohten sie wegen des Atomprogramms ultimativ mit Sanktionen, beim lange vernachlässigten Klimaschutz übernahmen sie erstmals eine Führungsrolle. Auch aufstrebende Schwellenländer wie Indien und China schlossen sich bei den Gipfel-Verhandlungen am Donnerstag dem ambitionierten G8-Ziel an, die Erderwärmung auf maximal zwei Grad zu begrenzen, um den Klimawandel aufzuhalten.

US-Präsident Barack Obama kündigte an, im März 2010 einen Atomgipfel in Washington einzuberufen, um Maßnahmen im Kampf gegen den Nuklearwaffen-Schmuggel voranzubringen.

Im Konflikt um das iranische Atomprogramm warnte Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy Israel vor einem eventuellen militärischen Alleingang. Ein israelischer Militärschlag gegen die Atomanlagen im Iran wären die “absolute Katastrophe“.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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