Schwere Schäden durch Unwetter

Keine Aussicht auf Sommer: Regen, Wind und Sonne im Wechsel

Eine Anzeigetafel der Rettungschwimmer zeigt Strand des Seebades Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern garstige Temperaturen an. Foto: Stefan Sauer
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Eine Anzeigetafel der Rettungschwimmer zeigt Strand des Seebades Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern garstige Temperaturen an. Foto: Stefan Sauer
Wie aus dem Nichts hatte der Starkregen Augenzeugen zufolge begonnen. Foto: Heinz Beckhold
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Wie aus dem Nichts hatte der Starkregen Augenzeugen zufolge begonnen. Foto: Heinz Beckhold
Im Südwesten Deutschlands wurden teilweise die höchsten Tagesregenmengen seit dem vergangenen Juli verzeichnet. Foto: Andreas Rosar
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Im Südwesten Deutschlands wurden teilweise die höchsten Tagesregenmengen seit dem vergangenen Juli verzeichnet. Foto: Andreas Rosar
Wie aus dem Nichts hatte der Starkregen Augenzeugen zufolge begonnen. Foto: Heinz Beckhold
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Wie aus dem Nichts hatte der Starkregen Augenzeugen zufolge begonnen. Foto: Heinz Beckhold
Ein Unwetter mit Starkregen hat in Sottrum bei Holle große Schäden verursacht. Foto: Julian Stratenschulte
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Ein Unwetter mit Starkregen hat in Sottrum bei Holle große Schäden verursacht. Foto: Julian Stratenschulte

Gewitter und Starkregen haben am Wochenende in vielen Teilen Deutschlands die Feuerwehren beschäftigt. Auch für diese Woche erwarten Meteorologen wechselhafte Witterung - mit Schauern, Wind und Sonne. Die Temperaturen steigen erst in der zweiten Hälfte.

Offenbach (dpa) - Schauer, Gewitter, Wind, dann wieder Sonne - in den kommenden Tagen bleibt das Wetter weiter wechselhaft. Vor allem für den Süden erwarten die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) kräftigen Regen. "Eine dauerhafte Schönwetterlage ist nicht in Sicht", sagte ein DWD-Wetterforscher.

Dabei steigen die Temperaturen kaum über 20 Grad. Für den Mittwoch sagen die Meteorologen sogar "herbstliches" Wetter mit Sturmböen und Schauern voraus. Nachts kühlt es bis auf sieben Grad ab. Auch am Donnerstag bleibt das Wetter recht launisch - allerdings geht es mit den Temperaturen etwas nach oben: 18 Grad an der Küste, sonst 20 bis 25 Grad, am Oberrhein sogar 27 Grad.

Ursache dafür ist ein Sturmtief, das nach Großbritannien unterwegs ist und heiße Luft nach Deutschland strömen lässt. Doch die bringt gleichzeitig auch wieder Gewitter mit kräftigen Schauern. Wo sie sich am stärksten entladen, ist aber unklar. "Um Unwetter anzukündigen oder auszuschließen, ist es im Moment noch etwas zu früh", sagte der Meteorologe.

Am Wochenende hatten Unwetter in verschiedenen Teilen Deutschlands schwere Schäden verursacht. Im Landkreis Hildesheim verwandelte kurzer, aber heftiger Starkregen am Samstag Gräben und Bäche in reißende Ströme. In der Gemeinde Holle rissen die Fluten mehrere Autos mit, Keller liefen voll. Mehr als 160 Einsatzkräfte kämpften gegen Schlamm und Regen.

In Bad Salzdetfurth spülten die Wassermassen einen Anwohner in ein Durchleitungsrohr. "Wir waren in der Nähe und hörten seine Hilfeschreie", sagte Gemeindebrandmeister Matthias Bellgardt. Nach etwa fünf Metern konnten Rettungskräfte den Mann am Ende des Rohres aus dem Wasser retten. "Zum Glück ist er nicht im Rohr hängengeblieben."

Das Unwetter hatte Augenzeugen zufolge am späten Nachmittag wie aus dem Nichts begonnen. "In einem Fall wie diesem können wir Meteorologen nicht mal eine halbe Stunde im Voraus sagen, wo die Unwetterwolken genau abregnen", sagte Robert Scholz vom DWD in Hamburg am Montag. In der Region Hildesheim fielen demnach binnen einer Stunde 30 bis 40 Liter Regen pro Quadratmeter - normalerweise fallen dort im ganzen Juni rund 75 Liter.

In der Nähe von Rüdesheim wurde ein Kajakfahrer auf dem Rhein von einem Blitz erschlagen. Wie die Wasserschutzpolizei am Montag mitteilte, erlag der 46-Jährige am Sonntag seinen Verletzungen. Er war am Samstag bei Lorch mit seinem Boot unterwegs, als ein Gewitter ausbrach. "Der Mann war ein erfahrener Sportler, aber er hat das Wetter falsch eingeschätzt", sagte ein Sprecher der Behörde. Zuvor hatte die "Allgemeine Zeitung" aus Mainz berichtet, dass der Mann nach dem Blitzschlag etwa eine halbe Stunde kopfüber im Rhein trieb. Erst als Feuerwehrleute von ihrem Boot aus das Kajak bergen wollten, hätten sie erkannt, dass noch jemand darin saß.

Deutscher Wetterdienst

Bericht der "Allgemeinen Zeitung"

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