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Meteorstrom

Himmelsspektakel im November: Rasende Feuerbälle erleuchten die Nacht

Wer im November einen Blick in den Nachthimmel wirft, sollte einige Wünsche parat haben: Der Meteorstrom der Leoniden lässt hunderte Sternschnuppen vom Himmel regnen.

Berlin - Im November lohnt es sich, einen Blick in den Himmel zu werfen. Wie jedes Jahr kreuzt in diesem Monat die Erdbahn den Meteorstrom der sogenannten Leoniden. Mit einer Geschwindigkeit von 252.000 Kilometern pro Stunde dringen die Meteoriten in die Erdatmosphäre ein und verglühen. Selbst kleine Gesteinsbrocken reichen aus, dass wir sie am Himmel ausmachen können. Ein faustgroßer Meteorit erzeugt einen Feuerball, der heller als der Vollmond leuchtet. Hier gibt es alle wichtigen Informationen rund um das Himmelsspektakel.

Leoniden erleuchten im November den Himmel - bis zu 300 Sternschnuppen in der Stunde

Im Oktober waren die sogenannten Orioniden aktiv. Die Leoniden werden im November aktiv. Der bereits über 1.100 Jahre alte Meteorstrom ist ein jährlich stattfindendes Naturschauspiel, das sich vom 10. bis 17. November erstreckt. Die Leoniden lassen sich auf den Kometen „55P/Temple-Tuttle“ zurückführen, der Trümmerstücke seines Kerns auf seiner Bahn verstreut hat. Um die Sonne einmal zu umrunden, benötigt der Komet 33 Jahre.

Seinen Höhepunkt erreicht der Sternschnuppenschauer am 17. November. 15 Feuerbälle pro Stunde erleuchten dann im Schnitt den Nachthimmel. Mit einer Geschwindigkeit von 70 Kilometern pro Sekunde, also etwa 252.000 Kilometern pro Stunde, dringen die Gesteinsbrocken in die Erdatmosphäre ein, wo sie verglühen. In den letzten Jahren waren die Fallraten, also die Zahl der in die Erdatmosphäre eintretenden Trümmerstücke, weitaus höher. In manchen Jahren wurden 300 oder mehr Sternschnuppen gezählt. Bei den Delta-Aquariiden regneten im Juli 100 Sternschnuppen pro Stunde vom Himmel.

Im November treten die Trümmerstücke des Kometen „55P/Temple-Tuttle“ in die Erdatmosphäre ein. Der Meteorstrom wird als Leoniden bezeichnet.

In diesem Jahr könnte eine Überraschung am Nachthimmel auf uns warten. Forscher glauben, dass im Jahre 1733 eine große Trümmerwolke vom Hauptstrom der Leoniden durch den Sonnenwind und gravitative Effekte abgespalten wurde. Mit dieser Trümmerwolke soll die Erde in den frühen Morgenstunden des 18. Novembers kollidieren. Dabei könnten unglaubliche 300 Meteore in der Stunde auf die Erde niederprasseln. Wenn das Wetter in Deutschland mitspielt, ist der Blick auf den Sternschnuppenregen frei.

Großer Leoniden-Schauer 2031 erwartet: Bis zu 10.000 Sternschnuppen in der Stunde erwartet

Die Aktivität der Leoniden hat im Laufe der Jahrhunderte jedoch deutlich abgenommen. Grund dafür ist die immer weiter reichende Streuung der Trümmerwolke des Ursprungskometen. Alle 33 Jahre kreuzt die Erde jedoch die Umlaufbahn des Kometen. Wenn dies der Fall ist, können mehrere tausend Sternschnuppen beobachtet werden. Als Nächstes soll dies 2031 der Fall sein. Dann könnten bis zu 10.000 Sternschnuppen zu sehen sein.

Zum Monatswechsel ereignet sich noch ein weiteres Spektakel am Nachthimmel. Mit der Umstellung in der Nacht von Samstag (29. Oktober) auf Sonntag (30. Oktober) auf Winterzeit setzt auch die Abenddämmerung wieder früher ein. Dadurch wird der Blick auf den Riesenplaneten Jupiter, der als heller Punkt am Osthimmel leuchtet, frei. Mit zunehmender Dunkelheit wird zudem der Ringplanet Saturn am Südhimmel sichtbar. Kurz nach 19 Uhr reiht sich der Mars als dritter im Bunde über dem Nordosthorizont ein. Im Laufe des Novembers ist der rote Planet immer länger und auch heller zu sehen, da ihm die Erde immer näher kommt. Ein Spektakel gab es auch im Mai: Eine totale Mondfinsternis bot spektakuläre Bilder.

Rubriklistenbild: © Marc Ward/imago images

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