Hurrikan nimmt Kurs auf Ölpest-Region

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Im August 2007 war Hurrikan Dean über das mexikanische Festland gefegt, das jetzt von Hurrikan Alex angesteuert wird.

Washington - Die Bewohner in der Ölpest-Region am Golf von Mexiko blicken voller Sorge auf den ersten Tropensturm in der diesjährigen Hurrikan-Saison.

Der Sturm mit dem Namen “Alex“ bildete sich am Samstag in der westlichen Karibik und nahm Kurs auf die mexikanische Halbinsel Yucatan, teilte das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami mit. Die Windgeschwindigkeit liege bei rund 65 Stundenkilometern. Nach Angaben der US-Wetterbehörde NOAA ist aber noch nicht absehbar, ob der Sturm die von der Ölpest betroffene Region vor der amerikanischen Südküste tatsächlich erreicht. Heftige Unwetter würden die Arbeiten zum Eindämmen der Ölpest massiv beeinträchtigen.

Schon rund eine Woche vor einem großen Sturm müsste die Verbindung des Auffangtrichters über dem Öl-Leck zu einem Tankschiff an der Oberfläche gekappt werden, sagte der Einsatzleiter der US-Regierung, Thad Allen. Das Öl würde dann wieder fast ungehemmt ins Meer fließen. Bislang fängt der Deckel über der defekten Quelle mehr als 2000 Tonnen Öl pro Tag ab. Die Schiffe, die ausgeströmtes Öl von der Wasseroberfläche abschöpfen, müssten sichere Häfen anlaufen - die Reinigungsarbeiten an den Küsten würden vorerst eingestellt.

Die Auswirkungen auf den Ölteppich können Experten zufolge gut und schlecht sein: Positioniere sich ein Wirbelsturm östlich der Ölquelle, trieben die rotierenden Winde das verschmutzte Wasser aufs Meer hinaus, sagte CNN-Meteorologe Chad Myers. Westlich des außer Kontrolle geratenen Bohrlochs blase der Sturm das Öl unterdessen umgekehrt genau in Richtung Küste.

dpa

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