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Tote Inderin liegt im Nebenzimmer

Unglaubliches Szenario: Braut stirbt bei Hochzeit - Bräutigam heiratet Schwester

Unglaubliche Szenen spielten sich am vergangenen Donnerstag in Indien ab. Eine Braut brach bei ihrer eigenen Hochzeitszeremonie plötzlich zusammen und verstarb. Nach kurzer Bestürzung einigten sich alle Beteiligten darauf, die Feierlichkeiten fortzusetzen. Der Bräutigam heiratete kurzer Hand die Schwester der Verstorbenen.

Wie mehrere indische Medien berichten, erlebten zwei Familien im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Die beiden Familienkreise hatten eine feierliche Hochzeitszeremonie geplant, doch ein schrecklicher Zwischenfall veränderte alles. Wenngleich trotzdem geheiratet wurde.

Die Feierlichkeit hatte längst begonnen, als die Braut plötzlich über Unwohlsein und Übelkeit klagte. Kurz darauf brach die Frau zusammen und war weniger später tot. Auch ein herbeigerufener Arzt konnte der eigentlichen Braut nicht mehr helfen und nur noch den Tod feststellen. „Der Arzt sagte, sie sei an einem Herzinfarkt gestorben“, erzählte ein Angehöriger der „Times of India“.

Skurrile Idee kam offenbar von Bräutigam selbst

Doch anstatt das Fest abzubrechen und zu trauern, fanden die betroffenen Familien eine andere Lösung. Wie die indische Nachrichtenagentur IANS berichtete, erklärte der Bruder der Verstorbenen: „Wir wussten nicht, was wir in der Situation tun sollten... Beide Familien saßen zusammen und jemand schlug vor, dass meine jüngere Schwester Nisha stattdessen mit dem Bräutigam verheiratet werden sollte. Die Familien diskutierten die Angelegenheit und beide stimmten zu.“

Laut der „Times of India“ soll sogar der Bräutigam selbst diese Idee geäußert und sich an seine Schwiegereltern in spe gewandt haben. So wurde die jüngere Schwester der Toten zum Braut-Ersatz. Als die Entscheidung gefallen sei, habe die Mutter der Verstorbenen zudem einen emotionalen Appell an die Gäste gerichtet, die Hochzeit nicht abzubrechen.

Schwester liegt tot im Nebenraum

So heiratete Nisha den Mann an dem Tag, an dem ihm eigentlich ihre ältere Schwester Surabhi das Ja-Wort hätte geben sollen. Gleichzeitig habe die Tote in einem Zimmer nebenan gelegen, gab ihr Onkel Ajab Singh gegenüber IANS an. „Wir hatten noch nie solche gemischten Gefühle erlebt“, sagte er. „Die Trauer über ihren Tod und die Freude über die Hochzeit müssen wir erst noch richtig verarbeiten.“

In Indien sind arrangierte Ehen nach wie vor die Regel und Liebesheiraten selten. Meist bleiben so Familien gleicher Kasten und sozialer Schicht unter sich. Die Meinung der Eltern bei der Partnerwahl ist zentral. Ehen sind eine Vereinigung zweier Familien - nicht nur eines Paares. Eine Ehefrau zieht in der Regel in den Haushalt ihres Mannes und dessen Eltern - und wird so Teil dieser Familie.

mz/dpa

Rubriklistenbild: © Altaf Qadri

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