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Bergrettung im Innsbrucker Land gefordert

Vor „aggressiven Kühen“ geflüchtet: Darum muss die amerikanische Wandergruppe den Einsatz selbst zahlen

Kühe Alm Archivbild
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Kühe auf der Alm (Archivbild).

Eine über 40-köpfige Gruppe aus amerikanischen Schülern und Lehrern wurde am Sonntag (21. August) von Kühen angegriffen. So zumindest die Darstellung der Wandergruppe. Es mehren sich jedoch Zweifel an dieser Geschichte:

Update, 9.11 Uhr - Zweifel an „aggressiven Kühen“ wächst

Was sich am Montag noch nach dramatischen Szenen auf der Alm um eine gerettete Schülergruppe und ihre Lehrer anhörte, scheint offenbar frei erfunden gewesen zu sein. Am Sonntag war ein amerikanische Wandergruppe in der Dunkelheit aus Bergnot gerettet worden. Sie gaben an, von mehreren Kühen attackiert worden zu sein und in ihrer Panik dann bergwärts geflüchtet zu sein.

Doch es mehren sich Zweifel an der Geschichte der Wandergruppe. Wie oe24.at berichtet, fanden die Einsatzkräfte weit und breit keine einzige Kuh. Stattdessen seien die Lehrkräfte lediglich heillos überfordert gewesen und hatten in der Axamer Lizum vollkommen die Orientierung verloren. Die Touristen wurden von den Einsatzkräften leicht unterkühlt und todmüde in ihre Unterkunft gebracht.

Diese angebliche Kuh-Attacke dürfte nun ein Nachspiel für die Amerikaner haben: Die Kosten für die 15 Mann, die bis 3 Uhr im Einsatz waren, müssen die Geretteten laut oe24.at selbst zahlen. 

Erstmeldung

Am Sonntag (21. August) gegen 16 Uhr fuhr eine amerikanische Gruppe von 40 Schüler im Alter zwischen 8 bis 18 Jahren in Begleitung von vier Lehrern mit der Standseilbahn auf das sogenannte „Hoadl“ im Wandergebiet Axamer Lizum. Von dort wanderten sie dann in Richtung über den Widdersberg zum „Halsl“.

Im Bereich „Halsl“ wurden die Gruppe von Kühen angegriffen, worauf sie bergwärts zur Nockspitze flüchteten. Aufgrund der hereinbrechenden Dunkelheit konnten sich die Lehrer nicht mehr orientieren und setzten einen Notruf ab.

Die alarmierte Bergrettung Axams brachte die Unverletzten aber leicht unterkühlten 44 Personen zur Birgitzalm, von wo aus sie von der Feuerwehr Axams/Grinzens und der Alpinpolizei in die Unterkunft zurückbracht wurden.  

Dramatische Rettung von mehr als 100 Schülern und Lehrern aus Bergnot

Die Rettungsaktion erinnert an die dramatische Rettung von mehr als 100 deutschen Schülern und Lehrern in den österreichischen Alpen Anfang Juni. Hubschrauber und Bergrettung haben im österreichischen Kleinwalsertal mehr als 100 in Bergnot geratene Schüler und Lehrer aus Deutschland gerettet. Die 99 Jugendlichen im Alter von 12 bis 14 Jahren und 8 Lehrer aus dem Raum Ludwigshafen waren auf einer für ihre Ausrüstung und Fähigkeiten zu schwierigen Route unterwegs, wie die Polizei Vorarlberg in der Nacht zum Mittwoch mitteilte. Die Lehrer eines Gymnasiums in Maxdorf hätten die Route aufgrund von irreführenden Informationen aus dem Internet ausgesucht.

Im Netz sei die Route als „klassische Feierabendrunde“ beschrieben worden, erklärte die Polizei. „Tatsächlich ist der schmale Heuberggrat ein teilweise ausgesetzter Weg mit Kletterpassagen, der Schwindelfreiheit, Trittsicherheit sowie Erfahrung im alpinen Gelände erfordert.“ Zudem sei der Boden nass und rutschig gewesen. Nach anfänglichem Sonnenschein habe bei der Bergwanderung Regen eingesetzt.

Als sich ein Teil der Gruppe zum Umkehren entschied, rutschten zwei Schüler ab und verletzten sich leicht. Da einzelne Jugendliche in Panik gerieten, setzten die Lehrer einen Notruf ab. Laut Polizei wurden etwa 70 Mitglieder der Gruppe von zwei Hubschraubern mit Seilen geborgen, die anderen stiegen von Bergrettern begleitet ab. Neben den zwei Leichtverletzten waren mehrere Schüler „erschöpft, unterkühlt, durchnässt und völlig aufgelöst“, wie die Polizei weiter mitteilte. Die Rettungsaktion dauerte rund drei Stunden.

mh/Landespolizeidirektion Tirol

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