Iraker angeblich zu Tode gefoltert

Kirkuk - Erst sorgte ein geheimes Foltergefängnis in Bagdad für Aufregung, nun sind es Menschenrechtsverletzungen in Kirkuk. Ein Iraker soll zu Tode gefoltert worden sein.

Nach dem Skandal um ein geheimes Foltergefängnis in Bagdad dringen nun auch Berichte über gravierende Menschenrechtsverletzungen in der nordirakischen Stadt Kirkuk an die Öffentlichkeit. In einem Untersuchungsgefängnis der 250 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Stadt soll ein junger Häftling zu Tode gefoltert worden sein.

Aus Sicherheitskreisen hieß es am Dienstag, der Tod des Mitte-20-jährigen Taha Jassin al-Dschawali werde untersucht. Der Leiter der Ermittlungen in dem Gefängnis sei festgenommen worden. Angehörige des Stammes von Al-Dschawali sagten, das Gefängnis werde von der Kurdischen Demokratischen Partei (KDP) kontrolliert. Im April waren misshandelte Häftlinge aus der Stadt Mossul in einem Geheimgefängnis in Bagdad entdeckt worden, das von einer Ministerpräsident Nuri al-Maliki unterstellten Einheit geleitet wurde.

dpa

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