Zug-Überfall entpuppt sich als Bettelei

Wattens - Mehrere Bettler haben am Freitagvormittag in einem Personenzug in Tirol einen Polizeieinsatz ausgelöst. Die erste - falsche - Meldung lautete sogar: „Überfall“.

Eine Passagierin hatte sich von der Gruppe bedroht gefühlt und den Lokführer verständigt, der seinerseits die Leitstelle informierte. Als der Zug in den Bahnhof Fritzens/Wattens einfuhr, wartete bereits die Polizei.

Ein ÖBB- Sprecher berichtete zunächst von einem Überfall. Demnach hätten elf Rumänen einen Personenzug überfallen und die Fahrgäste bedroht. Die Polizei habe den Zug vor dem Bahnhof gestoppt, damit die Täter nicht flüchten konnten, hatte es geheißen. Auch von Festnahmen war die Rede.

Wenig später wurde klar: Eben nur eine einzige Passagierin hatte sich bedroht gefühlt. "Wir haben niemanden festgenommen. Es wurde auch niemand bedroht", erklärte ein Polizeisprecher der APA.

Insgesamt 15 Osteuropäer wurden im Bahnhofsgebäude kontrolliert. "Nichts hat auf Diebsdelikte hingewiesen. Sie waren nicht bewaffnet", sagte der Beamte. Die Gruppe hätte sich im Zug auffällig benommen, wäre in Toiletten hinein- und wieder herausgegangen und hätte dadurch einige Passagiere verwirrt.

Quelle: vol.at

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