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Darunter 22 Tage altes Baby

Letzte Vermisste aufgefunden: Zwölf Tote nach Unwetter auf beliebter Ferieninsel in Italien

Ischia
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Hier wird ein Baby nach dem tödlichen Unwetter in Sicherheit gebracht.

Italien – Auf der italienischen Insel Ischia waren nach einem schweren Unwetter und Erdrutschen mehrere Menschen als vermisst gemeldet worden. Mittlerweile konnten alle Vermissten aufgefunden. Es gibt zwölf Tote – darunter auch Kinder.

Update, Dienstag (6. Dezember), 16.50 Uhr -

Mehr als eine Woche nach den heftigen Unwettern und Erdrutschen auf Ischia haben die Einsatzkräfte die letzte noch vermisste Person tot gefunden. Die Opferzahl stieg damit auf zwölf. Die Feuerwehr barg am Dienstag (6. Dezember) die Leiche einer Frau, wie Sprecher Luca Cari auf Anfrage bestätigte. Bei der Toten dürfte es sich um eine 31-Jährige handeln, die zuletzt noch als vermisst galt. Die offizielle Identifizierung der Leiche stand zunächst noch aus.

Die elf anderen gestorbenen Menschen – darunter ein Säugling und drei Kinder – wurden zuletzt bereits in den Schlammmassen gefunden. Am Montag (5. Dezember) konnten deren Leichen den Angehörigen übergeben werden, die nun Medienberichten zufolge die Beisetzungen vorbereiten.

In der Nacht zum 26. November war es wegen starker Regenfälle auf der italienischen Mittelmeerinsel zu Überschwemmungen und Erdrutschen gekommen – am heftigsten betroffen war der Ort Casamicciola im Norden. Dort hatten die Wasser- und Schlammmassen Autos mit sich gerissen und Häuser sehr stark beschädigt. Die Opfer wurden im Schlaf überrascht. Etliche Gebäude sind nicht mehr bewohnbar, am Wochenende wurden viele Häuser wegen einer weiteren Unwetterwarnung aus Sicherheitsgründen evakuiert. Italien diskutiert über den Umgang mit Häusern, die ohne Genehmigung – wie auf Ischia – in potenziell gefährlichen Gebieten gebaut wurden.

Update, Dienstag (29. November), 10.54 Uhr - Acht Tote nach Unwetter auf beliebter Ferieninsel in Italien

Nach dem verheerenden Unwetter auf der italienischen Insel Ischia haben die Behörden die Bergungsarbeiten fortgesetzt und einen weiteren Toten geborgen. Die Feuerwehr fand am Montagmorgen (28. November) einen 15 Jahre alten Jungen im nördlichen Küstenort Casamicciola, wie die Präfektur in Neapel mitteilte. Damit stieg die Zahl der Toten auf acht. Am Sonntag (27. November) hatten die Rettungskräfte die sechs Jahre alte Schwester und den elf Jahre alten Bruder des Jungen in den Schlammmassen entdeckt. Außerdem bargen sie ein erst 22 Tage altes Baby tot aus den Trümmern sowie drei Frauen und einen Mann.

Vier Menschen galten am Montagnachmittag (28. November) noch als vermisst, darunter laut Medien die Eltern der drei gestorbenen Geschwister. Starke Regenfälle hatten zu Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. Besonders betroffen war der Nordteil der Insel. Etwa 30 Gebäude wurden in Mitleidenschaft gezogen. Schlammmassen trieben durch die Straßen bis in die Häuser, zerstörten Autos und rissen sie ins Meer.

Altkanzlerin Merkel in tiefer Trauer

Altkanzlerin Angela Merkel drückte am Montag ihre Anteilnahme mit den Menschen auf Ischia aus: „Ich trauere mit Ihnen um die Opfer und bin in Gedanken bei Ihren Angehörigen, bei allen von der Katastrophe Betroffenen und bei den Rettungskräften.“ Merkel machte in der Vergangenheit immer wieder Urlaub auf der beliebten Ferieninsel.

Politiker unterstützten wohl Schwarzbau auf Insel

Nachdem das Ausmaß des Unwetters deutlich wurde, tauchten erste Fragen nach dem Warum auf und ob das Unglück nicht hätte verhindert werden können. Vorwürfe richteten sich gegen die Behörden, die nicht genug in den Schutz der Hänge investiert hätten. Andere kritisierten die Politik der vergangenen Jahre, die den Schwarzbau auf Ischia noch unterstützt habe. Bekannt war, dass an den bebauten Hängen auf der größten Insel im Golf von Neapel ein Risiko für Erdrutsche bei Unwettern bestand. Einige Häuser sollen dort laut Medienberichten ohne Erlaubnis und entsprechend Prüfungen gebaut worden sein.

„Ungenehmigtes Bauen stellt sicherlich ein Problem dar“, sagte Zivilschutz-Chef Fabrizio Curcio in einem Zeitungsinterview am Montag. Auf Ischia sei klar, dass es Schwarzbauten gebe, weshalb ein höheres Risiko bestehe. Der 56-Jährige merkte jedoch an, dass auch bei legalen Bauten in Gegenden, in denen die Natur ihren Raum zurückfordere, durch Fehlplanungen Unsicherheiten entstünden.

Risiko besteht für ganz Italien – nicht nur auf Ischia

Ein Risiko für Überschwemmungen, Erdrutsche und Erosionen besteht laut Curcio in ganz Italien und nicht nur auf Ischia mit seinen etwas mehr als 60.000 Einwohnern. 94 Prozent der Kommunen seien gefährdet. Deshalb brauche es mehr Prävention und Verbesserung beim Bau von Wehren sowie an Flussufern. Auch die Menschen müssten ihr Verhalten bei Unwetterwarnungen anpassen. „Ereignisse, wie das auf Ischia, werden immer häufiger: Dies ist die Zeit des Tuns, nicht das Nachdenkens“, sagte Curcio.

Die Behörden waren zeitweilig mit fast 400 Rettungskräften im Einsatz, von denen viele vom Festland aus auf die Insel geschickt wurden. Die Regierung in Rom verhängte am Sonntag den Notstand auf der Urlaubsinsel und sicherte zwei Millionen Euro Finanzhilfe zu.

Update, 17.55 Uhr - Tote und Verletzte nach Unwetter auf Ischia

Im Schlamm versunkene Autos, bis ins Meer gerissene Busse, Schutt und Verwüstung in den Straßen: Heftige Unwetter haben am Samstag im Norden der italienischen Mittelmeerinsel Ischia Überschwemmungen und Chaos angerichtet. Zwei Frauen und ein kleines Mädchen verloren in den Schlammmassen ihr Leben, wie die zuständige Präfektur Neapels mitteilte. Einige erlitten Verletzungen. Am Sonntagnachmittag suchten die Retter noch nach neun vermissten Menschen. Feuerwehrtaucher prüften, ob sich in den ins Meer gespülten Autos möglicherweise Opfer befinden. „Es ist eine Tragödie“, sagte der Zivilschutz-Chef, als das Ausmaß der Verwüstung zutage trat. In Rom betete Papst Franziskus für die Menschen auf Ischia - einer bei Touristen beliebten Insel, auf der auch Altkanzlerin Angela Merkel gerne Urlaub machte.

Das Unwetter brach in den frühen Morgenstunden über das Eiland mit etwas mehr als 60.000 Einwohnern herein. Besonders betroffen war der Küstenort Casamicciola im Norden. Zwischen Häusern fraß ein Erdrutsch eine Schneise der Zerstörung in einen Hang, wie Fotos zeigten. Die Gegend galt als Risikogebiet. Schnell wurden Stimmen laut, die Behörden hätten in den vergangenen Jahren nicht genug für den Schutz unternommen. Wassermassen spülten Autos durch die Straßen, die teilweise auf dem Dach liege blieben. Aus einem ins Meer gerissenen Wagen rettete die Feuerwehr nach eigenen Angaben zwei Menschen.

Schnell begannen die Aufräumarbeiten. Die Behörden waren zeitweise mit ungefähr 370 Feuerwehrleuten und Polizisten im Einsatz. Vom Festland legten Spezialisten, Fahrzeuge und weitere Verstärkung zu der Insel im Golf von Neapel ab. Das Militär entsandte Hubschrauber und rettete drei Erwachsene und zwei Kinder, die in einer Ferienanlage festsaßen. Andernorts retteten Einsatzkräfte einen Mann, der in einem Gebäude bis zur Brust im Dunkeln im Wasser steckte, wie Videos zeigten. Einsam mühte sich ein kleiner Bagger durch die mit Schlamm bedeckten Straßen und versuchte die teils völlig zerstörten Autos aus dem Dreck zu ziehen.

Am Samstag erschwerte das noch tobende Unwetter die Arbeiten. „Die Situation ist sehr kompliziert“, sagte Innenminister Matteo Piantedosi. Am Sonntag legte sich der Sturm zu Gunsten der Rettungskräfte. Nach letztem Stand holten sie 167 Menschen aus ihren Häusern und brachten sie etwa in einem Hotel unter. Viele hatten über Stunden im betroffenen Teil der Insel ihre Wohnungen nicht verlassen können. Die Verwaltung hatte die Menschen dazu angewiesen. Viele hatten keinen Strom mehr. Schulen, Friedhöfe und Parks waren am Samstag geschlossen geblieben. Das hatte Ischias Bürgermeister Enzo Ferrandino bereits am Freitag wegen der Unwetter-Warnung angeordnet.

Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni rief am Sonntagvormittag ihre Minister in Rom zu einer Sitzung zusammen. Die Regierung erklärte für ein Jahr den Notstand auf Ischia, um schneller Hilfsgelder freimachen zu können. Zwei Millionen Euro sind für den Wiederaufbau vorgesehen, den außerdem eine außerordentliche Kommissarin koordinieren soll.

Update, Sonntag (27. November), 7.45 Uhr

Es ist noch dunkel als die Feuerwehr auf der italienischen Insel Ischia wegen eines Unwetters ausrückt. Auf den Straßen liegt Geröll, Autos sind kaputt, es regnet in Strömen. Als es hell ist, wird das ganze Ausmaß deutlich. Im Schlamm versunkene Autos, bis ins Meer gerissene Busse, Schutt und Verwüstung in den Straßen: Heftige Unwetter haben am Samstag (26. November) im Norden der italienischen Mittelmeerinsel Ischia Überschwemmungen, Chaos und Zerstörung angerichtet.

Eine Frau starb in den Schlammmassen, teilte die Präfektur in Neapel mit. 13 Menschen erlitten Verletzungen, elf Menschen galten am späten Abend noch als vermisst. Acht Vermisste, darunter ein Kind, seien unterdessen aufgetaucht und in Sicherheit. „Es ist eine Tragödie“, sagte der Chef des Zivilschutzes. Seine Behörde warnte am Freitag (25. November) vor Stürmen und Unwettern in der süditalienischen Region Kampanien, zu der die bei Touristen beliebte Insel Ischia gehört.

Bilder zeigen Ausmaß der „Tragödie“

In den frühen Morgenstunden brach das Unwetter über das Eiland mit etwas mehr als 60.000 Einwohnern herein. Besonders betroffen war der Küstenort Casamicciola im Norden. Schlammmassen beschädigten Häuser, in denen auch einige der Vermissten vermutet wurden. Die Feuerwehr rettete nach eigenen Angaben zwei Menschen aus einem Auto, das ins Meer gerissen wurde. Sie war insgesamt mit 100 Kräften und 40 Fahrzeugen im Einsatz. Bilder im Fernsehen zeigten einen Hang, an dem ein Erdrutsch abging, und einen Mann, der in einem Gebäude bis zur Burst im Dunkeln im Wasser steckte. Auf Videos der Feuerwehr waren völlig demolierte Autos und mit Geröll und Erde überflutete Straßen zu sehen.

Premierminister Piantedosi spricht von „komplizierter Situation“

Wegen des tobenden Unwetters hatten die Rettungskräfte nach eigener Aussage Mühe, die Menschen auf der Insel zu erreichen. „Die Situation ist sehr kompliziert“, sagte Innenminister Matteo Piantedosi am Mikrofon des TV-Senders Rainews24. Möglicherweise seien Menschen unter dem Schlamm eingeschlossen, erklärte er weiter.

Die Behörden schickten von Neapel aus Spezialisten, Fahrzeuge und weitere Verstärkung nach Ischia. Das Militär entsandte Hubschrauber zur Unterstützung. Rund 200 Bewohner sollten laut Piantedosi aus ihren Häusern evakuiert werden. Über Stunden konnten viele im betroffenen Teil der Insel ihre Wohnungen nicht verlassen. Die Verwaltung wies die Menschen dazu an. Viele hatten keinen Strom mehr. Schulen, Friedhöfe und Parks blieben ohnehin am Samstag geschlossen. Das hatte Ischias Bürgermeister Enzo Ferrandino bereits am Freitag wegen der Unwetter-Warnung angeordnet.

Wohl doch keine acht Todesopfer

Zwischenzeitlich kursierten zudem Meldungen über acht Todesopfer, die die Präfektur und die Carabinieri in Neapel allerdings vorerst nicht bestätigten. Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni dankte den Rettungskräften für ihren Einsatz, wie ihr Amtssitz in Rom mitteilte. Sie stehe in Kontakt mit den Behörden vor Ort. Auch andere Minister drückten den Menschen auf der größten Insel im Golf von Neapel ihre Nähe aus.

Erstmeldung, Samstag (26. November), 17.02 Uhr

Bei einem Erdrutsch auf der italienischen Insel Ischia sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Dies berichteten italienische Medien am Samstag unter Berufung auf Infrastrukturminister Matteo Salvini. Die Behörden im nördlichen Küstenort Casamicciola suchten weiter nach 13 Leuten, wie die Carabinieri in Neapel der Deutschen Presse-Agentur am Samstagmorgen (26. November) bestätigten. Die Menschen wohnten demnach in Häusern, die von einer Schlammlawine beschädigt wurden. Die Behörden evakuierten unterdessen Menschen aus ihren Wohnungen, wie der Zivilschutz twitterte.

Völlig zerstörte Autos und von Schlamm bedeckte Straßen

Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben seit dem frühen Morgen wegen Überschwemmungen und Erdrutschen im Einsatz. Einsatzkräfte retteten demnach zwei Menschen aus einem Auto, das ins Meer gerissen wurde. Vom Festland entsandten die Behörden aus Neapel weitere Verstärkung auf die beliebte Mittelmeer-Ferieninsel. Laut Feuerwehr hatten Boote und Hubschrauber Schwierigkeiten, die Insel zu erreichen. Auf Fernsehbildern und einem Video der Feuerwehr waren völlig zerstörte Autos, von Schlamm bedeckte Straßen, mitgerissener Schutt und ein Hang zu sehen, an dem zuvor ein Erdrutsch abgegangen zu sein schien.

Erdbeben vor fünf Jahren erschütterte den Kurort

Einige Familien waren laut Medienberichten in ihren Häusern eingeschlossen. Die Behörden wiesen die Menschen in mehreren Kommunen der Insel an, zu Hause zu bleiben. Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni dankte den Rettungskräften für ihren Einsatz, wie ihr Amtssitz in Rom mitteilte. Sie stehe in Kontakt mit den Behörden vor Ort.

Schwere Unwetter haben die Urlaubsinsel Ischia erschüttert.

Ischias Bürgermeister Enzo Ferrandino ordnete bereits am Freitag (25. November) wegen des angekündigten Unwetters an, Schulen, Parks und Friedhöfe für Samstag (26. November) zu schließen. Casamicciola Terme, ein Kurort mit rund 8000 Einwohnern, hatte 2017 ein Erdbeben erlebt, bei dem zwei Menschen ums Leben gekommen waren. Ende des 19. Jahrhunderts war der Ort durch ein starkes Erdbeben vollständig zerstört worden.

dpa/afp/mck

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