Wütende Proteste in Israel

16-jähriges Mädchen von 30 Männern vergewaltigt

Mädchen weint
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Symbolbild: Ein Mädchen wurde in Israel von mehreren Männern vergewaltigt.

Eilat - Ein schreckliches Verbrechen soll sich in der israelischen Küstenstadt Eilat ereignet haben. Ein 16-jähriges Mädchen soll von mehreren Männern vergewaltigt worden sein. Zeugen wurden offenbar davon abgehalten, dem Opfer zu helfen.

In Israel soll ein Mädchen von 30 Männern vergewaltigt worden sein. Die 16-Jährige sei mit einer Freundin zusammen in der Küstenstadt Eilat auf Urlaub gewesen. Zusammen mit Bekannten hätten sie einen gemeinsamen Abend verbracht. Später sei das Mädchen laut Bericht von „krone.at" in einem Hotelzimmer gelandet. Als es auf die Toilette wollte, sei es zu dem widerwärtigen Verbrechen gekommen: Ein Mann nach dem anderen sei über das Mädchen hergefallen. Selbst Videoaufnahmen der Tat wurden angefertigt.

Männer stellten sich in einer Reihe auf und warteten

Laut „The Times of Israel“ hätten Zeugen ausgesagt, die Männer hätten sich vor dem Zimmer in einer Reihe aufgestellt und geduldig gewartet, bis sie an der Reihe gewesen seien, das Mädchen zu vergewaltigen. Zeugen, die das Ganze mitbekommen hätten und helfen wollten, seien angesichts der Überzahl gescheitert. Auch die Freundin des Mädchens wollte helfen, allerdings ohne Erfolg.

Zwei Verdächtige wurden bereits festgenommen. Die Nachrichtenseite „ynet“ zitierte die Anwältin eines Verdächtigen mit der Behauptung, es habe keinen Zwang gegeben: die Jugendliche habe „die Männer einen nach dem anderen zu sich gerufen, um Sex mit ihr haben zu können“.

Demonstrationen in ganz Israel

Die Polizei hat bereits eine Sonderkommission gebildet. Nach Bekanntwerden der Tat kam es in ganz Israel zu Spontandemonstrationen, an denen sich tausende Menschen beteiligten. Sie riefen unter anderem Parolen wie „du bist nicht allein!“

„Verbrechen gegen die Menschlichkeit“

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu nannte den Fall „erschütternd“ und ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Er forderte harte Strafen für die Täter.

Verteidigungsminister Benny Gantz twitterte laut „krone.at", er versuche zu verstehen, schaffe es aber nicht, was in einem Mann vorgehe, der sich mit Dutzenden anderen anstelle, um in ein Zimmer zu gelangen, in dem ein junges, orientierungsloses Mädchen liege.

dp

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