Länder stoppen Import von Lebensmitteln

Tokio - Immer mehr Länder verbieten den Import von Lebensmittel aus der Gegend um das havarierte AKW Fukushima. Eine gute Nachricht: Ein junger Schweinswal, der ins Landesinnere gespült worden war, wurde gerettet.

Immer mehr Länder verbieten den Import von Gemüse und Milch aus der Gegend um das havarierte Atomkraftwerk in Japan. Nun wollen auch Singapur, Hongkong und Australien kein Gemüse, Obst und Milchprodukte aus den betroffenen Präfekturen mehr einführen. Singapur schränkt auch die Einfuhr von Meeresfrüchten und Fleisch aus Fukushima, Ibaraki, Tochigi and Gunma ein. Die kanadische Lebensmittelbehörde teilte im Internet mit, Milchprodukte, Obst und Gemüse aus diesen Gegenden werde nur noch mit “akzeptablen Dokumenten, die ihre Sicherheit nachweisen“ ins Land gelassen.

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Hongkong geht noch einen Schritt weiter: Dort dürfen von Donnerstag an keine Milchprodukte, Gemüse, Früchte, Fleisch, Eier und Meeresfrüchte mehr eingeführt werden, die seit dem 11. März in den fünf Präfekturen Fukushima, Ibaraki, Tochigi, Gunma und Chiba geerntet, hergestellt oder abgepackt wurden. Das teilte die Lebensmittelbehörde auf ihrer Webseite mit. Am Mittwoch hatten bereits die USA ihre Einfuhrbestimmungen für Gemüse und Milch aus Japan verschärft.

Trinkwasser in Tokio: Strahlenbelastung gesunken

In der japanischen Hauptstadt Tokio ist die Belastung des Leitungswassers mit radioaktivem Jod wieder unter den für Säuglinge festgelegten Grenzwert gesunken. Dies meldete die Nachrichtenagentur Kyodo am Donnerstag. Am Vortag hatten die Behörden deutlich erhöhte Werte registriert und daraufhin empfohlen, Kinder unter zwölf Monaten kein Leitungswasser trinken zu lassen. In den Geschäften war kaum noch abgefülltes Wasser in Flaschen zu bekommen.

In der weiteren Umgebung des havarierten Atomkraftwerks Fukushima wurde am Donnerstag eine leicht erhöhte Strahlung festgestellt. In der 75 Kilometer nordwestlich gelegenen Stadt Fukushima wurde ein Wert von 5,43 Mikrosievert pro Stunde gemessen, wie der Fernsehsender NHK berichtete. In Minamisoma, rund 30 Kilometer nördlich des Kraftwerks, waren es 1,42 Mikrosievert und in Iwaki, 50 Kilometer südlich, wurden 1,68 Mikrosievert registriert.

Schweinswal aus Reisfeld in Japan gerettet

Tierschützer in Japan haben einen jungen Schweinswal gerettet, der vom Tsunami am 11. März mehr als einen Kilometer weit ins Landesinnere gespült worden war. Der Schweinswal wurde am Dienstag in einem überschwemmten Reisfeld entdeckt, eingefangen und zurück ins Meer gebracht. Das einen Meter lange Tier hatte ein paar Kratzer, wirkte aber anderweitig gesund, wie Takashi Wagatsuma, Besitzer einer Zoohandlung, am Donnerstag sagte.

dpa/dapd

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