Attacke auf "L.A. Times"

Journalist wegen Hackerangriffs angeklagt

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San Francisco - Die US-Behörden haben Anklage gegen einen Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters erhoben, weil er Hackern der Gruppe "Anonymous" bei einem Angriff geholfen haben soll.

Laut der US-Bundespolizei FBI soll er im Dezember 2010 Passwörter für das Computer-Netzwerk des Verlags Tribune, dem die "Los Angeles Times" gehört, weitergegeben haben. Er war zwei Monate zuvor bei einem Fernsehsender, der auch der Tribune gehört, entlassen worden. Der Anklage zufolge drangen Hacker in die Rechner der „Los Angeles Times“ ein und veränderten einen Artikel, der am 14. und 15. Dezember online war. Bei einem Schuldspruch drohen dem Journalisten bis zu zehn Jahre Haft. Eine Anhörung vor dem Gericht in Sacramento ist für den 14. April anberaumt.

Im Februar meldeten zwei andere große US-Medienunternehmen, dass sie von Hackern angegriffen wurden. Betroffen waren die „New York Times“ und das „Wall Street Journal“. Bei den Angreifern soll es sich um Hacker aus China gehandelt haben.

AP

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