Kampagne "One Billion Rising"

Eine Milliarde Frauen tanzen gegen Gewalt

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Auch auf den Philippinen wurde für ein Ende der Gewalt gegen Frauen getanzt

München - Sie tanzen als Zeichen von Stärke und Solidarität. Am heutigen Valentinstag fordert die weltweite Kampagne "One Billion Rising" ein Ende der Gewalt gegen Frauen.

Jede dritte Frau weltweit, insgesamt also eine Milliarde Frauen, ist laut Amnesty International schon einmal Opfer von Gewalt geworden. Die weltweite Kampagne " One Billion Rising"  ("Eine Milliarde stehen auf") will am 14. Februar auf dieses Problem aufmerksam machen und fordert die Gleichstellung und Gleichberechtigung der Geschlechter ein. Auf der deutschen Homepage der Aktion zeigt ein Internet-Video in aufwühlenden Bildern, unterlegt mit wütenden Trommeln, wie auf der ganzen Welt Frauen und Mädchen täglich unter Gewalt leiden müssen. Es geht um Vergewaltigung, Schläge, Zwangsprostitution, Abtreibung und Ehrenmorde, aber auch um psychische Formen der Gewalt.

Dance-Mob in Indonesien

In 199 Ländern der Erde sind Frauen aufgerufen, Solidarität und Stärke zu demonstrieren, das Thema mehr ins öffentliche Bewusstsein zu tragen und friedlich gegen Gewalt aufzubegehren - durch das Ausdrucksmittel des Tanzes. In knapp 200 deutschen Städten zwischen Hamburg und München kann man sich zu dem Thema informieren: Die Veranstalter haben Selbstverteidigungsseminare, Diskussionsrunden und Protestkundgebungen organisiert - und immer wieder gibt es Tanzdemos und Flashmobs.

Demo in Indien

So versammelten sich Tausende Inderinnen zwei Monate nach der mörderischen Vergewaltigung einer 23-Jährigen und der darauf folgenden Protestwelle zu Tanz-Demonstrationen. Allein am Parlament in der Hauptstadt Neu Delhi tanzten 2000 Menschen zusammen eine Choreografie. Weitere Aktionen gab es etwa in Lucknow, Mumbai, Bhopal und Hyderabad.

In Deutschland wird seit dem Vorfall um eine verbale Entgleisung von FDP-Politiker Rainer Brüderle über Sexismus diskutiert, auf Twitter gab es einen #aufschrei von über 60.000 Usern zu dem Thema.

Initiiert hat die Kampagne die New Yorker Künstlerin Eve Ensler. Promis wie die Schauspielerinnen Jane Fonda, Charlize Theron und "Tatort"-Kommissarin Ulrike Folkerts, aber auch Hollywood-Ikone Robert Redford zeigen sich mit der grenzüberschreitenden Aktion solidarisch, an der nach eigener Aussage 5000 Organisationen beteiligt sind.

hn

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