Kampf gegen Ölpest kostet BP Milliarden

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BP kämpft seit Ende April gegen die Ölpest.

New Orleans - Die Bekämpfung der Ölpest im Golf von Mexiko hat dem britischen Ölkonzern BP nach eigenen Angaben bisher Kosten in Milliardenhöhe beschert.

1,6 Milliarden Dollar (1,32 Milliarden Euro) hat BP bisher ausgegeben. Darunter seien Zuwendungen in Höhe von 25 Millionen Dollar an die betroffenen US-Staaten Florida, Alabama und Mississippi, erklärte BP. Auch 60 Millionen Dollar für ein Projekt zum Bau von Barriereinseln vor der Küste von Louisiana seien mit eingerechnet.

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Nicht berücksichtigt wurden hingegen die Kosten für drohende Schadenersatzansprüche aus anhängigen Klagen. Aus der beschädigten Bohrleitung sind seit der Explosion der Bohrinsel “Deepwater Horizon“ am 20. April bis zu 380 Millionen Liter Öl ins Meer geflossen. BP hatte zuletzt über einen Absaugtrichter 2,3 Millionen Liter täglich abgefangen. Langfristig soll der Ölstrom durch zwei Ersatzbohrungen gestoppt werden, die voraussichtlich aber erst im August abgeschlossen sein werden.

Am Montag wurde US-Präsident Barack Obama zu seinem vierten Besuch in der Katastrophenregion erwartet. Anschließend will er sich am Dienstagabend (Ortszeit) in einer Rede zur Lage der Nation zu der Ölpest äußern.

dapd

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