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Naturgewalten

Spektakuläre Fotos gingen um die Welt: Wetterphänomen taucht auf den Kanaren erneut auf

Ein heftiger Sandsturm aus der Sahara macht den spanischen Inseln zu schaffen. Der Flugverkehr auf Mallorca ist betroffen. Die Regierung warnt.

Madrid - Der Staub aus der Sahara bewegt sich über die spanischen Inseln und weiter auf den Mittelmeerraum zu. Schon jetzt ist die Luft voller Staub, er hängt in der Luft. Auf den Kanarischen Inseln warnt der Wetterdienst auch in den nächsten Tagen vor starkem Wind* mit Böen bis zu 80 km/h. Besonders betroffen ist den Prognosen zufolge La Palma und Teneriffa. Erst am Freitag (19. Februar) soll der Staub völlig verschwinden, erwarten die Wetterexperten.

Sandsturm auf den Kanaren: Flugverbindungen fallen aus

Auf La Palma, El Hierro und La Gomera fielen bereits am Montag zahlreiche Flugverbindungen aus, teilte die Flughafenbetreiber Aena via Twitter mit. Insgesamt seien 27 Flüge seien gestrichen worden, zwei mussten umgeleitet werden.

Der starke Wind weht den feinen Sand vom afrikanischem Festland auf die Inseln. Menschen mit Atemwegserkrankungen fordert die Regionalregierung auf in ihren Wohnungen zu bleiben und möglichst wenig Zeit im Freien zu verbringen.

Wetterphänomen Calima - Sandsturm auf den Kanaren

Die Ursache für die Sandstürme ist die berüchtigte Calima. Eine Wetterlage mit Ostwind treibt den Wüstensand aus der Sahara zu den Kanaren. Schon geografisch sind die spanischen Inseln besonders von einer Calima betroffen: Die Wüste liegt etwa 300 Kilometer östlich genau auf der Höhe der Kanaren. Auf Satellitenaufnahmen ist der Sandsturm auf braunen Flächen zu erkennen. Nach einer Calima sind Straßen, Autos einfach alles im Freien durch eine feine Schicht Sand bedeckt.

Sandsturm über den Kanaren: Auf der Grafik ist zuerkennen, wohin der Saharasand (braungelblich) treibt.

Das Wetterphänomen Calima war vergangenes Jahr extrem. Dichte Schwaden von Sandstaub umhüllten Teneriffa und Gran Canaria. Urlauber saßen auf der Insel fest. Der Flugverkehr musste komplett unterbrochen werden. Die Sicht war zu schlecht. Spektakuläre Fotos gingen um die Welt. (ml) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Desiree Martin/afp