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In britischem TV-Interview

Katarischer WM-Organisator korrigiert Todeszahl von Gastarbeitern nach oben

Der Generalsekretär des Organisationskomitees der Fußball-Weltmeisterschaft 2022, Hassan Al-Thawadi, während eines Pressegesprächs. Foto: Andreas Gebert
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Der Generalsekretär des Organisationskomitees der Fußball-Weltmeisterschaft 2022, Hassan Al-Thawadi, während eines Pressegesprächs.

In Bezug auf die aktuell stattfindende Fußball-Weltmeisterschaft in Katar ist über kaum ein Thema so viel diskutiert worden wie über die Gastarbeiter und deren Arbeitsbedingungen. Von katarischer Seite liegen nun neue Todeszahlen vor.

Katar - Der Generalsekretär des Organisationskomitees, Hassan al-Thawadi, hat in einem Interview von mehreren Hundert toten Gastarbeitern im Zusammenhang mit der WM in Katar gesprochen. „Die Schätzung ist bei 400, zwischen 400 und 500. Ich habe die exakte Zahl nicht“, sagte al-Thawadi in dem Gespräch mit Piers Morgan für den britischen TV-Sender Talk TV. Morgan hatte die realistische Zahl der Gastarbeiter wissen wollen, die durch ihre Arbeit für die Fußball-Weltmeisterschaft insgesamt ums Leben gekommen sind.

Auf den Stadionbaustellen sind vorherigen offiziellen Angaben zufolge drei Menschen gestorben. Zahlen zu den insgesamt im Zusammenhang mit der WM gestorbenen Gastarbeitern hatte das Organisationskomitee bislang nicht genannt. Ein aufsehenerregender Bericht des britischen Guardian von Anfang 2021 hatte von mehr als 6500 toten Arbeitern aus fünf asiatischen Ländern auf den Baustellen des Emirats in den vergangenen zehn Jahren gesprochen. Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen gingen mitunter in den fünfstelligen Bereich. Diese Zahlen hatte Katar stets zurückgewiesen. Die genaue Zahl wird wohl vorerst nicht zu erfahren sein.

Hassan al-Thawadi verwies in dem Gespräch erneut auf die Reformen, die im Emirat in den letzten Jahren für eine Verbesserung der Bedingungen für Arbeiter auf den WM-Baustellen gesorgt hätten. Der Deutsche Fußball-Bund und andere europäische Verbände machen sich für einen Entschädigungsfonds für Gastarbeiter in Katar sowie die Einrichtung eines Gastarbeiter-Zentrums in Doha stark.

nt mit Material der dpa

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