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Landeshauptmann: „Die Einsatzkräfte haben Hervorragendes geleistet“

Zugunglück in Österreich: Waggon wegen entwurzeltem Baum entgleist - 17 Verletzte

Zugunglück in Österreich am 9. Juli
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Die im Waggon befindlichen Kinder und Jugendlichen konnten sich mit Hilfe des Lokführers selbstständig befreien.

Kendlbruck (Land Salzburg) - Am 9. Juli ereignete sich gegen 7 Uhr im österreichischen Bundesland Salzburg ein Zugunglück. Ersten Angaben zufolge soll die Bahn hauptsächlich mit Kindern und Jugendlichen besetzt gewesen sein, 17 Personen wurden nach Angaben des Rettungsdienstes verletzt.

Update, 16.58 Uhr - Landeshauptmann: „Die Einsatzkräfte haben Hervorragendes geleistet“

Die Mitteilung im Wortlaut:

Aufgrund eines entwurzelten Baums auf der Strecke ist heute um 7.05 Uhr in der Lungauer Gemeinde Ramingstein ein Zug der Murtalbahn entgleist, wie der Betreiber der Bahn meldet. Alle 53 Schülerinnen und Schüler, die sich im Zug befanden, konnten in Sicherheit gebracht werden. 17 von ihnen wurden verletzt, meldet das Rote Kreuz. „Die Einsatzkräfte haben Hervorragendes geleistet. Durch ihre rasche und professionelle Hilfe konnten alle betroffenen Personen aus dem Gefahrenbereich geborgen werden“, bedankten sich Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Landesrat Stefan Schnöll, der sich heute persönlich ein Bild der Lage vor Ort machen wird.

Landeshauptmann Wilfried Haslauer steht mit Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (Steiermark) in engem Kontakt. Insgesamt waren laut Bezirkshauptmannschaft Tamsweg 153 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rotem Kreuz, Wasserrettung, Bergrettung, Polizei und Bezirkshauptmannschaften aus den Bezirken Tamsweg und Murau im Einsatz. Die betroffenen Personen wurden am Unfallort von fünf Notärzten medizinisch betreut. Für den Transport der Verletzten waren ein Notarzthubschrauber und elf Fahrzeuge des Roten Kreuzes vor Ort. Acht Personen wurden ambulant betreut. Weitere fünf Verletzte wurden in die Landesklinik Tamsweg, drei ins Landeskrankenhaus Murtal, Standort Stolzalpe, sowie eine Person ins Kardinal Schwarzenberg Klinikum nach Schwarzach im Pongau gebracht.

Bergung wird geplant

Derzeit birgt die Wasserrettung verbliebene Gegenstände aus der Mur und dem Uferbereich. Die Steiermärkischen Landesbahnen planen zudem die Bergung der Zugwaggons an der unzugänglichen Unfallstelle.

Pressemitteilung Land Salzburg

Update, 15.27 Uhr - 17 Verletzte nach Zugunglück in Österreich

Es passierte auf der letzten Fahrt zur Schule vor den Sommerferien: Ein Zug mit Dutzenden Kindern und Jugendlichen an Bord entgleiste am Freitag im Salzburger Land und stürzte in einen Fluss. Die jungen Passagiere hatten viel Glück im Unglück. Es gab nach Angaben der Behörden zwar 17 Leichtverletzte, aber mit gegenseitiger Hilfe konnten sich alle aus dem umgekippten Waggon befreien.

Teils festlich gekleidet mit Trachtenwams und Dirndl hatten sich rund 50 Schülerinnen und Schüler auf den Weg nach Tamsweg gemacht, um ihre Jahreszeugnisse abzuholen. Auf der Regionalbahnstrecke in der Nähe von Kendlbruck passierte das Unglück. Kurz nach sieben Uhr stürzte der Triebwagen einige Meter über die Flussböschung ab und kam seitlich in der Mur zu liegen. „Das war echt schlimm. Es war richtig beängstigend“, sagte ein schockiertes Mädchen dem Sender ORF, das in dem verunglückten Waggon gefahren war.

Der Waggon der Murtalbahn entgleiste, stürzte anschließend über eine Böschung ab und kam schließlich in der Mur zum Liegen.

Die jungen Fahrgäste reagierten sofort. „Die sind alle selbst und mit der Hilfe des Zugführers herausgeklettert“, berichtete der Einsatzleiter der Rettungsaktion, Anton Schilcher, der Deutschen Presse-Agentur. Ein Teenager berichtete dem ORF, dass er und ein Kollege geholfen hätten, andere Jugendliche zu beruhigen und in Sicherheit zu bringen.

Mehr als 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rotem Kreuz, Wasserrettung und Bergrettung waren im Einsatz. Sie eilten zu der schwer zugänglichen Unfallstelle, wo neben dem Fluss zwar ein Schienenstrang, aber keine Straße verläuft. Die Helfer stellten sicher, dass alle Kinder und Jugendlichen ihre Sitznachbarn aus dem Zug fanden, um herauszufinden, dass niemand vermisst wurde. Einige der Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht, andere vor Ort von ihren Eltern abgeholt.

Die Ursache für den Unfall war wohl der Wurzelstock eines Baumes, der nach einer Kurve auf den Gleisen lag, sagte Einsatzleiter Schilcher. „Es hat in der Nacht ein Unwetter gegeben“, erklärte er. Zum Glück habe die Mur jedoch kein Hochwasser geführt. „Der Waggon wurde nicht geflutet.“ Laut Schilcher gab es noch einen weiteren Grund, warum der Unfall relativ glimpflich ausging. Weil die Passagiere so jung waren, seien schwerere Verletzungen oder Schlimmeres ausgeblieben: „Kinder sind beweglicher als Erwachsene.“

Update, 12.28 Uhr - Video und Fotos von der Einsatzstelle zeigen riesigen Baumstumpf auf Gleisen

Ein Facebook-Video von der Einsatzstelle zeigt den vermutlichen Grund für den entgleisten Waggon. Ein riesiger Baumstumpf liegt unterhalb einer Böschung direkt neben den Gleisen der Schmalspurbahn. Die Einsatzkräfte vor Ort gehen derzeit davon aus, dass der Baum aufgrund eines Unwetters in der vergangenen Nacht auf die Gleise gestürzt oder gespült wurde.

Fotos vom Zugunglück in Österreich am 9. Juli

Zugunglück bei Kendlbruck am 9. Juli
Bei einem Zugunglück im österreichischen Bundesland Salzburg wurden am 9. Juli zahlreiche Personen verletzt. © hud
Zugunglück bei Kendlbruck am 9. Juli
Bei einem Zugunglück im österreichischen Bundesland Salzburg wurden am 9. Juli zahlreiche Personen verletzt. © hud
Zugunglück bei Kendlbruck am 9. Juli
Bei einem Zugunglück im österreichischen Bundesland Salzburg wurden am 9. Juli zahlreiche Personen verletzt. © hud
Zugunglück bei Kendlbruck am 9. Juli
Bei einem Zugunglück im österreichischen Bundesland Salzburg wurden am 9. Juli zahlreiche Personen verletzt. © hud
Zugunglück bei Kendlbruck am 9. Juli
Bei einem Zugunglück im österreichischen Bundesland Salzburg wurden am 9. Juli zahlreiche Personen verletzt. © hud
Zugunglück bei Kendlbruck am 9. Juli
Bei einem Zugunglück im österreichischen Bundesland Salzburg wurden am 9. Juli zahlreiche Personen verletzt. © hud
Zugunglück bei Kendlbruck am 9. Juli
Bei einem Zugunglück im österreichischen Bundesland Salzburg wurden am 9. Juli zahlreiche Personen verletzt. © hud

Update, 12.11 Uhr - Zugführer und Einsatzkräfte können alle Personen retten

Wie der Österreichische Wasserrettung Landesverband Salzburg auf Facebook berichtet, konnten sämtliche Passagiere durch den Lokführer und die ersteintreffenden Einsatzkräfte gerettet werden. Die Kräfte der alarmierten Wasserrettungen aus Tamsweg, Altenmarkt und Bischofshofen kümmerten sich im Anschluss noch um die Bergung von persönlichen Gegenständen der Reisenden.

Nach Angaben der Wasserrettung stand das Zugabteil etwa bis zu einem Meter unter Wasser. Die Bergung des Waggons muss allerdings auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden, da die Einsatzstelle mit schwerem Gerät nur sehr schwer erreichbar ist.

Ein Waggon eines Regionalzugs liegt in der Mur. Am letzten Schultag vor den Ferien ist in Österreich ein Zug mit Dutzenden Kindern und Jugendlichen an Bord entgleist und in einen Fluss gestürzt.

Erstmeldung, 11.08 Uhr

Am letzten Schultag vor den Ferien ist in Österreich ein Zug der Murtalbahn mit Dutzenden Kindern und Jugendlichen an Bord entgleist und in einen Fluss gestürzt. Nach Angaben des Rettungskommandanten Anton Schilcher wurden bei dem Unfall im Salzburger Land 17 Menschen leicht verletzt.

Ein Zug stürte am 9. Juli bei Tamsweg im Land Salzburg in einen Fluss.

Das Unglück ereignete sich kurz nach sieben Uhr in der Nähe von Kendlbruck an der Grenze zur Steiermark. Ein Waggon eines Regionalzugs stürzte rund vier Meter über die Flussböschung ab und kam seitlich in der Mur zu liegen, berichtete der Sender ORF online. Laut dem Einsatzleiter der Rettungskräfte lagen nach einem Unwetter Wurzeln oder Ähnliches auf den Schienen. Nach Angaben der ORF soll der Zug gegen einen riesigen Wurzelstock geprallt und im Anschluss entgleist sein.

Die meisten der 50 Passagiere waren Kinder und Jugendliche. Sie seien auf dem Weg nach Tamsweg gewesen, sagte eine Sprecherin des Roten Kreuzes der Deutschen Presse-Agentur. Die Stadt ist ein wichtiger Schulstandort für umliegende Regionen.

aic mit Material der dpa

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