Tausende Helfer im Einsatz

Kolumbien: Zahl der Toten nach Schlammkatastrophe erreicht 300

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Nur wenig blieb von dieser Siedlung übrig.

Mocoa - Die Schlammkatastrophe in Kolumbien kostet immer mehr Menschen ihr Leben. Behörden schätzen die Zahl der Opfer mittlerweile auf knapp 300.

Update von Donnerstag, 6. April 2017: Nach der verheerenden Schlammlawine in der südkolumbianischen Stadt Mocoa ist die Zahl der Todesopfer auf 301 gestiegen. Das teilte das Rechtsmedizinische Institut am Mittwoch mit. Mehr als 300 Menschen wurden nach dem Unglück am Wochenende noch vermisst, wie Präsident Juan Manuel Santos zuvor gesagt hatte.

Verheerende Schlammlawinen

Nach der verheerenden Schlammlawine in der südkolumbianischen Stadt Mocoa ist die Zahl der Toten auf 290 gestiegen. Das teilte das Institut für Rechtsmedizin IML am Dienstagabend (Ortszeit), 4. April, mit. Etwa 80 Menschen wurden inoffiziellen Angaben zufolge nach dem Unglück vom frühen Samstag noch vermisst, schrieb die kolumbianische Zeitung „El Tiempo“ in ihrer Online-Ausgabe.

Nach heftigen Regenfällen waren am frühen Samstagmorgen von umliegenden Hängen Wasser- und Geröllmassen wie eine Lawine in die Stadt nahe der Grenze zu Ecuador geschossen. Fast die Hälfte von dem 436 Kilometer südöstlich von Bogotá gelegenen Mocoa wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Suche nach Vermissten geht weiter

Die Suche nach Vermissten ging unter Hochdruck weiter. Tausende Helfer, darunter auch Soldaten, waren im Einsatz, um noch Überlebende zu finden. Zudem galt es, Notunterkünfte aufzubauen und die Wasser- und Stromversorgung wiederherzustellen. Die Polizei nahm eigenen Angaben zufolge mehr als 20 Menschen fest, die wegen der Lawine verlassene Häuser und Geschäfte geplündert haben sollen.

161 Leichen seien bisher den Angehörigen übergeben worden, twitterte das IML weiter. Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos hatte sich noch am Samstag an den Ort des Unglücks begeben. Die Regierung rief einen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Notstand aus - damit können Finanzhilfen schneller bewilligt werden. 

dpa

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