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„Möglichst viele Parkstrafen“

Kontrolleurin strafte in Salzburg doppelt - und wurde jetzt verurteilt

Rund 5 Mio. Euro nimmt die Stadt durch die Parkautomaten ein,
aber auch durch Strafzettel und Strafverfahren, wenn jemand den Strafzettel nicht bezahlt.
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Rund 5 Mio. Euro nimmt die Stadt durch die Parkautomaten ein, aber auch durch Strafzettel und Strafverfahren, wenn jemand den Strafzettel nicht bezahlt.

Zu einer Haftstrafe von einem Jahr auf Bewährung hat ein Schöffensenat am Donnerstag eine 36-jährige Österreicherin verurteilt, die Autofahrer ohne gültigen Parkschein ein zweites Mal abkassieren wollte. Das Urteil ist rechtskräftig. Vor Gericht meinte sie, sie sei von der Sicherheitsfirma unter Druck gesetzt worden und sollte möglichst viele Parkstrafen verteilen.

Salzburg - Zum Strafverfahren: Die Frau war Mitarbeiterin der Sicherheitsfirma, die derzeit von der Stadt Salzburg beauftragt ist, im gesamten Stadtgebiet sowohl die Kurzparkzonen am Stadtrand – drei Stunden – als auch die Gebührenzonen in der Innenstadt zu kontrollieren. Im Zeitraum September 2021 bis Dezember 2021 hat die Frau als Amtsorgan widerrechtlich Organmandate zu jeweils 25 Euro erneut ausgestellt für Pkw-Lenker, die bereits davor erwischt worden waren und bereits bezahlt hatten.

Zu diesem Zweck hat sie alte, auf ihrem Handy archivierte Fotos erneut abfotografiert und damit noch einmal Parkvergehen angezeigt, die es aber so nicht gab. Insgesamt sind 55 Betrugsfälle dokumentiert. Die erneut angezeigten Autofahrer beschwerten sich naturgemäß, damit fiel der Schwindel auf, allerdings sollen mindestens fünf Betroffenen auch ohne zu Murren ein zweites Mal bezahlt haben.

Die mittlerweile entlassene Mitarbeiterin der Sicherheitsdienstes zeigte sich vor dem Schöffengericht reuig, es täte ihr leid, aber ihr Chef hätte damals „möglichst viele Parkstrafen“ gefordert, daher sei sie auf diese „dumme Idee“ gekommen. 

Stadt nimmt 5 Mio. Euro ein 

Vor Corona stellte die Stadt Salzburg rund 36.000 Organmandate an Falschparker aus, 2020 waren es „nur“ 25.500, das machte in Summe rund 200.000 Euro weniger Einnahmen aus. Während der zahlreichen Corona-Lockdowns waren die Kontrollen allerdings von der Stadt ausgesetzt worden. In Summe nimmt die Stadt im Bereich der Parkraumbewirtschaftung rund 5 Millionen Euro ein, darin sind Strafzettel und Strafverfahren enthalten. 

hud

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