Kundus: Sieben Menschen bei Anschlag getötet

Kundus - Bei einem Bombenanschlag im Einsatzgebiet der Bundeswehr im nordafghanischen Kundus sind mindestens sieben Afghanen ums Leben gekommen.

Das Attentat wurde am Samstag verübt, dem ersten Jahrestag des von der Bundeswehr befohlenen NATO-Luftangriffs auf zwei Tanklastwagen. Durch die Explosion auf dem größten Markt der Stadt Kundus starben vier Polizisten und drei Zivilisten. “Die an einem Motorrad befestigte Bombe explodierte, als die Polizisten auf dem Markt aus ihrem Auto stiegen“, sagte der Gouverneur der Provinz Kundus, Mohammad Omar, der Nachrichtenagentur dpa.

Afghanische Polizei und US-Soldaten riegelten den Anschlagsort ab. Das Attentat wurde den radikalislamischen Taliban zugeschrieben. Auch im lange Zeit relativ friedlichen Norden des Landes hat die Gewalt in jüngster Zeit deutlich zugenommen. In der Nacht zum 4. September 2009 hatte ein Bundeswehroberst das Bombardement zweier von Taliban-Kämpfern gekaperter Tanklaster befohlen. Nach Bundeswehrangaben starben damals 91 Menschen, 11 wurden schwer verletzt. Die NATO war in einem Untersuchungsbericht auf mindestens 142 Tote oder Verletzte gekommen.

dpa

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