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Unzählige Male auf Opfer eingestochen

Mordopfer in Kufstein willkürlich ausgewählt: Täter wollte einfach ins Gefängnis

Am Montag (14. Juni) wurde der Polizei in Kufstein eine Leiche am Innufer gemeldet. Daraufhin meldete sich der mutmaßliche Täter und gestand, warum er den Mord beging.

Update, 16. Juni, 9.18 Uhr - Mordopfer in Kufstein willkürlich ausgewählt: Täter wollte einfach ins Gefängnis

Kufstein steht weiter unter Schock. Ein 29-jähriger Einheimischer hat gezielt einen 77-jährigen Mann getötet, um ins Gefängnis zu kommen. Als Begründung gab der arbeitslose Verdächtige an, dass „er mit seiner Lebenssituation nicht mehr im Reinen ist.“ Weitere Angaben zu seinen privaten Problemen machte er allerdings nicht.

Der 29-Jährige habe die Tat, jemanden umzubringen, seit mehreren Wochen geplant. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, habe er sein Opfer nicht gekannt; den 77-jährigen am 14. Juni dann aber gezielt ausgewählt, unter Vorwand in einen Hinterhalt gelockt und getötet. Eine Überlebenschance des 77-Jährigen sei von vornherein ausgeschlossen gewesen.

Der Fundort des Toten sei gleichzeitig der Tatort, sagte Katja Tersch vom Landeskriminalamt Tirol. Dort sei auch die Tatwaffe sichergestellt worden – ein herkömmliches Küchenmesser. Mit diesem hatte der 29-Jährige unzählige Male in den Hals und den Oberkörper des Opfers eingestochen.

Der Verdächtige hatte sich kurz nach dem Auffinden des Opfers der Polizei gestellt, räumte die Tat ein und erklärte noch, sich erst kurz zuvor die blutverschmierten Hände gewaschen zu haben. „Er hat keinen verwirrten Eindruck gemacht“, sagte Katja Tersch der Deutschen Presse-Agentur. Und weiter: „Die vom Beschuldigten gemachten Angaben sind in sich schlüssig und nachvollziehbar“. Es gebe derzeit keine Anhaltspunkte an der Schilderung des Täters zu zweifeln.

Erstmeldung:

Die Mitteilung der Polizei im Wortlaut:

Kufstein - Am Montag (14. Juni) gegen 18.35 Uhr wurde über Polizeinotruf im Gemeindegebiet von Kufstein/Endach am Innufer eine Leiche gemeldet. Die Leiche des bisher nicht identifizierten Mannes weist mehrere Stichwunden am Oberkörper und im Halsbereich auf, die durch Fremdeinwirkung zustande gekommen sind.

Der Tat dringend verdächtig ist ein 29-jähriger österreichische Staatsbürger, welcher in Kufstein wohnhaft ist. Der 29-Jährige hat sich am frühen Abend bei der Polizeiinspektion Kufstein gestellt, die Tatausführung eingeräumt und sie anlässlich seiner Vernehmung noch einmal bestätigt. Demnach hat er vor mehreren Wochen geplant, jemanden umzubringen, um inhaftiert zu werden, zumal er mit seiner Lebenssituation nicht mehr im Reinen ist. 

Dieses Vorhaben hat er letztlich am 14. Juni in die Tat umgesetzt. Der Mann hat sein späteres Opfer gezielt ausgewählt, es in den Hinterhalt gelockt und dort umgebracht. Eine Überlebenschance des Opfers war von vorne herein ausgeschlossen. Beim derzeitigen Ermittlungsstand ist davon auszugehen, dass der 29-Jährige die Tat auch tatsächlich ausgeführt hat. Die vom Beschuldigten gemachten Angaben sind in sich schlüssig und nachvollziehbar.

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat gegen den Beschuldigten ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachtes des Mordes eingeleitet und die Obduktion der bislang unbekannten Leichen angeordnet.

Der Beschuldigte wurde in das Polizeianhaltezentrum Innsbruck überstellt.

Pressemitteilung Landespolizeidirektion Tirol

Rubriklistenbild: © Bodo Schackow

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