Libysche Rebellen wollen Lockerbie-Attentäter nicht ausweisen

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Abdel Baset al Megrahi (re.) beim Empfang im Jahr 2009 durch Ex-Diktator Gaddafi in Libyen.

Tripolis - Der libysche Übergangsrat wird den verurteilten Lockerbie-Attentäter Abdel Baset al Megrahi nicht ausweisen. Kein libyscher Staatsbürger werde abgeschoben.

Der Übergangsrat der libyschen Rebellen wird den verurteilten Lockerbie-Attentäter Abdel Baset al Megrahi nach eigenen Angaben nicht ins Ausland abschieben. Kein libyscher Staatsbürger werde ausgeliefert, sagte der Justizminister der Aufständischen, Mohammed al Alagi, am Sonntag. Eine kürzliche Aufforderung von US-Senatoren, Al Megrahi umfassend zur Verantwortung zu ziehen, sei bedeutungslos, weil der Attentäter bereits vor Gericht gestanden habe und verurteilt worden sei.

“Wir werden keinen libyschen Staatsangehörigen ausliefern. Es war (der langjährige Machthaber Muammar al) Gaddafi, der libysche Staatsangehörige ausgeliefert hat“, sagte der Rebellen-Minister mit Blick auf Al Megrahis Prozess in Schottland.

Al Megrahi war wegen des Bombenanschlags auf eine Maschine der Pan Am mit 270 Toten über der schottischen Stadt Lockerbie im Jahr 1988 von einem schottischen Gericht verurteilt worden. 2009 wurde er aus einem Gefängnis entlassen, nachdem bei ihm Prostatakrebs diagnostiziert worden war.

In Libyen wurde Al Megrahi bei seiner Rückkehr als Held gefeiert. Sein gegenwärtiger Aufenthaltsort ist unbekannt.

dapd

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