Queen-Elizabeth-Krankenhaus in Birmingham

Arzt lasert seine Initialen in Organe von Patienten

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Birmingham/ London - Der britische Mediziner Simon Bramhall hat zugegeben, sich bei zwei Lebertransplantationen auf den eingesetzten Organen verewigt zu haben.

Der Chirurg soll sich laut Bild-Informationen der Körperverletzung schuldig bekannt haben. Bramhall hatte bei den Eingriffen im Queen-Elizabeth-Krankenhaus in Birmingham seine Initialen mit einem sogenannten Argon-Laser in die Leber der Patienten eingraviert. Der Beamer hinterlässt oberflächliche Verbrennungen, aber keine ernsthaften Verletzungen.

Die Ärzte staunten nicht schlecht, als sie die Buchstaben "SB"  auf der Leber eines Patienten bei einer Nachfolge-Operation entdeckten. Der zuständige Staatsanwalt konnte es auch kaum fassen und erklärte, dass es einen solchen Verstoß "im Strafrecht noch nie gegeben" hätte. 

Weitere Patienten betroffen?

"Wir sprechen hier über einen Patienten, kein Autogrammbuch", sagte Joyce Robins von der Patientenorganisation "Patient Concern". W ie der Spiegel berichtet, arbeitete der Geständige zehn Jahren  lang in dem Krankenhaus. Nun wird befürchtet, dass noch weitere Transplantationspatienten mit dessen Initialen auf deren Organen herumlaufen. 

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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