Stärke 6,5

Sechs Tote bei Erdbeben auf den Philippinen

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Herabgestürzte Gebäudeteile liegen in der Provinz Surigao del Norte vor einem Haus. 

Manila - Bei einem Erdbeben der Stärke 6,5 sind im Süden der Philippinen mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Über 100 Menschen wurden verletzt. 

Bei einem Erdbeben im Süden der Philippinen sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen und mehr als 125 weitere verletzt worden. Das Beben der Stärke 6,5 erschütterte am späten Freitagabend die Stadt Surigao auf der Insel Mindanao. Wie die Katastrophenschutzbehörde mitteilte, wurden die meisten Todesopfer von herunterfallenden Gegenständen erschlagen. Ein Mann starb in seinem eingestürzten Haus, eine 80-jährige Frau erlitt einen Herzinfarkt.

Menschen schlafen auf Parkplätzen

Bei einem Erdbeben der Stärke 6,7 sind im Süden der Philippinen mehrere Menschen ums Leben gekommen. Foto: STR/dpa

Die 152.000-Einwohner-Stadt wurde die ganze Nacht lang von Nachbeben erschüttert, viele Menschen verbrachten die Nacht auf Parkplätzen und Feldern. Sogar aus Krankenhäusern wurden Patienten ins Freie gebracht. Tausende verängstigte Bewohner der Küstenstadt flohen aus Angst vor einem Tsunami in höherliegende Gebiete. Nach Angaben der örtlichen Zivilschutzbehörde stürzten in Surigao mehrere Häuser ein, in der Stadt und in der Umgebung fielen zudem der Strom und die Wasserversorgung aus.

Brücke und Einkaufszentrum eingestürzt

Die ganze Nacht über durchsuchten Rettungskräfte die Trümmer, um mögliche Überlebende zu finden. Der ältere Mann, der beim Einsturz des oberen Stockwerks seines Hauses verschüttet wurde, konnte jedoch nicht lebend geborgen werden, wie der Behördenvertreter Ramon Gotinga sagte. Von den mindestens 126 Verletzten wurden seinen Angaben zufolge 15 lebensgefährlich verletzt.

Anwohner stehen an einer teilweise zusammengestürzten Brücke in Surigao. Foto: AP/dpa

Viele Gebäude wurden durch den Erdstoß beschädigt, darunter auch ein zweistöckiges Einkaufszentrum. Auch eine Brücke stürzte ein, zwei weitere wurden beschädigt. Weil auch die Start- und Landebahn des Flughafens Schäden davontrug, mussten nach Angaben des Zivilschutzes Flüge umgeleitet werden.

Bewohner traumatisiert

"Ich dachte, das Ende der Welt sei gekommen", sagte der Bewohner Carlos Canseco dem Fernsehsender ABS-CBN. Der Journalist Roel Catoto schilderte chaotische Szenen in einem Krankenhaus: Verletzte seien in die Klinik gekommen, und bereits aufgenommene Patienten seien ins Freie geeilt. "Sie hatten Angst, dass das Krankenhaus einstürzen würde", sagte Catoto. Auch viele andere Bewohner seien "traumatisiert". "Sie rennen bei der kleinsten Erschütterung auf die Straße."

Der Sprecher von Präsident Rodrigo Duterte sicherte den Betroffenen die Unterstützung der Regierung zu. "Es sind schwierige Zeiten, und wir sind mit unseren Herzen in Suriago", sagte er vor Journalisten.

2013 kamen über 220 Menschen ums Leben

Die Philippinen liegen auf dem pazifischen Feuerring, an dem tektonische Erdplatten aneinander stoßen. Dies führt zu häufigen Erdbeben und Vulkanausbrüchen. Im Oktober 2013 waren bei einem Beben der Stärke 7,1 mehr als 220 Menschen ums Leben gekommen, jahrhundertealte Kirchen wurden zerstört.

Die bisher schwerste Naturkatastrophe auf den Philippinen hatte sich 1976 ereignet. Ein Erdbeben samt Tsunami traf die Inseln Sulu und Mindanao, mindestens 5000 Menschen wurden in den Tod gerissen. Die Flutwellen überschwemmten rund 700 Kilometer Küste und zerstörten viele Orte.

dpa/afp

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