Merkel will Klimagipfel "nicht schlechtreden"

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Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat davor gewarnt, die Ergebnisse des Weltklimagipfels schlecht zu reden. Der Minimal-Kompromiss war hart kritisiert worden.

Der "Bild am Sonntag" sagte Merkel, Kopenhagen sei "ein erster Schritt hin zu einer neuen Weltklimaordnung, nicht mehr, aber auch nicht weniger". Wer Kopenhagen jetzt nur schlecht rede, beteilige sich am Geschäft derer, die bremsen statt voranzugehen.

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Der UN-Klimagipfel in Kopenhagen war am Sonntag ohne verbindliche Vereinbarungen zu Ende gegangen. Politiker, Umweltschützer und Wissenschaftler in aller Welt reagierten enttäuscht. Die großen Verlierer seien das Klima und die Bevölkerung der ärmsten Länder der Erde, erklärten Organisationen wie Greenpeace und BUND am Samstag. Es sei eine Bankrotterklärung der Staats- und Regierungschefs, dass am Ende der Konferenz keine ausreichenden Beschlüsse stünden.

China begrüßt Klima-Kompromiss 

China hat den mühsam erzielten Formelkompromiss verteidigt und als Erfolg gewertet. Die zweiwöchigen Verhandlungen seien mit „bedeutenden und positiven“ Ergebnissen zu Ende gegangen, sagte Außenminister Yang Jiechi. Die Konferenz sei „nicht ein Ziel, sondern ein Neuanfang“.

Vor allem begrüßte Yang, dass der Kompromiss die im Kyoto-Protokoll vorgesehenen differenzierten Verpflichtungen verschiedener Staaten beibehalte. Industrie- und Schwellenländer seien in unterschiedlichem Ausmaß für die bisherigen und derzeitigen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich, betonte der Minister. „Deswegen sollten sie unterschiedliche Verantwortung und Verpflichtungen im Kampf gegen den Klimawandel übernehmen.“

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