Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Passanten bedroht und womöglich Wohnung angezündet

Nach Schüssen und Messerattacke in Salzburg - Mutmaßlicher Täter will sich nicht erinnern

So sieht es nach der Brandstiftung in der Salzburger Wohnung aus.
+
So sieht es nach der Brandstiftung im Inneren des Hauses aus

In den frühen Morgenstunden wurde ein flüchtender Salzburger nach einer Messerattacke und womöglicher Brandstiftung von der Polizei angeschossen.

Update, Dienstag (18. Januar) - Mann will sich nicht an Taten erinnern

Pressemitteilung im Wortlaut

Die bisherigen Ermittlungen, Vernehmungen und Spurenauswertungen ergaben, dass der 25-jährige Somalier in den frühen Morgenstunden des 17. Jänner, nachdem seine Wohnung in Salzburg Liefering aus noch unbekannter subjektiver Ursache in Brand geraten war, mit einem Messer bewaffnet das Mehrparteienhaus verlassen hat. Vor dem Brandobjekt ging er auf einen weiteren Hausbewohner zu und schlug diesem mit der Klingen-Breitseite seines Messers gegen den Hals, wodurch er den Mann jedoch nicht verletzte. Anschließend flüchtete der 25-Jährige vom Brandort in Richtung Glan.

Im Zuge der sofortigen Fahndungsmaßnahmen stellte eine Polizeistreife den 25-Jährigen an der Linken Glanzeile. Der Täter leistete dort jedoch den polizeilichen Anweisungen, das Messer wegzulegen und sein Verhalten einzustellen, nicht Folge und ging mit dem Messer weiter auf die Polizisten los. Daraufhin gab einer der Polizisten einen Warnschuss ab. Nachdem der Täter sein Verhalten auch danach nicht einstellte und die Gefährdung der Polizisten nicht beendete, gab der zweite Polizist in Notwehr insgesamt zwei Schüsse in Richtung des Oberschenkels des 25-Jährigen ab. Ein Schuss traf diesen am linken Oberschenkel, weshalb er schließlich sein Verhalten einstellte. Durch die Schussabgaben wurden keine unbeteiligten Personen verletzt oder gefährdet. Anschließend sicherten die beiden Polizisten das Messer (Küchenmesser, Klingenlänge ca. 20 cm), leisteten Erste Hilfe und nahmen den Somalier vorläufig fest.

Nach der notärztlichen Versorgung wurde dieser in das Universitätsklinikum Salzburg gebracht, wo er in den Abendstunden niederschriftlich zum Sacherhalt vernommen wurde. Der 25-jährige Somalier gab dabei an, sich weder an den Brand in seiner Wohnung noch an die Anhaltung durch die Polizeibeamten erinnern zu können. Auf Basis der bisherigen Erkenntnisse und der Übereinstimmung mit den Spurenauswertungen ordnete die Staatsanwaltschaft Salzburg die Überstellung des 25-jährigen Somaliers in die Justizanstalt Salzburg an. Die noch notwendigen Ermittlungsschritte werden vom Landeskriminalamt in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Salzburg geführt.

Pressemeldung Landespolizeidirektion Salzburg

Erstmeldung

Die Polizeimeldung im Wortlaut

Salzburg – Am frühen Montagmorgen (17. Januar) verständigte die Feuerwehr die Polizei über einen Wohnungsbrand im Stadtteil Lehen. Zeitgleich langten weitere Notrufe bei der Polizei ein, dass eine Person mit einem Messer aus eben diesem Wohnhaus gelaufen sei und dabei Anwohner sowie Passanten bedrohte. Der Tatverdächtige attackierte auch einen dieser Anrufer ohne erkennbaren Grund mit dem Messer, jedoch ohne ihn zu verletzen. In weiterer Folge flüchtete der Täter über die Aribonenstraße in Richtung Wachtelgasse. Bei der sofortigen Fahndung stellte eine Polizeistreife den Tatverdächtigen im Bereich der Linken Glanzeile.

Der Täter leistete den polizeilichen Anweisungen jedoch keine Folge und ging mit dem Messer auf die Polizisten los. Um den Angriff zu stoppen, gaben die Polizisten nach bisherigen Erkenntnissen drei Schüsse ab. Der Täter wurde dabei im Bereich des Oberschenkels unbestimmten Grades verletzt, nach der Erstversorgung vorläufig festgenommen und in das Universitätsklinikum Salzburg gebracht.

Der Brand in der Salzburger Wohnung hinterlässt auch an der äußeren Fassade Spuren.

Im Brand- und vermutlichen Wohnobjekt des Täters erlitten nach derzeitigen Erkenntnissen mindestens zwei Bewohner Rauchgasvergiftungen und wurden ebenso in Krankenhäuser gebracht. 27 unverletzte Bewohner wurden vorübergehend in einem benachbarten Hotel untergebracht. Das Brandobjekt wurde großräumig abgesperrt und ist derzeit nicht bewohnbar.

Das Landeskriminalamt Salzburg führt die Ermittlungen zum Schusswaffengebrauch, dem Motiv und den näheren Tatumständen, insbesondere auch zur Brandursache und etwaigen weiteren Tathandlungen des Täters. Bei diesem handelt es sich nach bisherigen Erkenntnissen um einen in Salzburg lebenden Somalier.

Pressemeldung Landespolizeidirektion Salzburg

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Sie haben aber die Möglichkeit uns Ihre Meinung über das Kontaktformular zu senden.

Die Redaktion