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Kriminalität

Mordprozess gegen Deutschen auf Teneriffa hat begonnen

Deutscher auf Teneriffa auf der Anklagebank
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Auf der spanischen Ferieninsel Teneriffa beginnt der Prozess gegen einen Mann aus Sachsen-Anhalt. Er soll dort im Jahr 2019 zwei Familienmitglieder ermordet haben: seine Ehefrau und den ältesten der beiden Söhne.

Er soll seine Frau und ihre Söhne in eine abgelegene Höhle gelockt und dann getötet haben. Auf Teneriffa wird nun Mordanklage gegen den Mann aus Sachsen-Anhalt erhoben.

Santa Cruz de Tenerife - Auf der spanischen Ferieninsel Teneriffa hat am Dienstag ein Mordprozess gegen einen Mann aus Sachsen-Anhalt begonnen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Mord an seiner Frau und einem ihrer Söhne sowie Mordversuch an einem weiteren Sohn vor. Mit Spannung wurde erwartet, ob der zur Zeit der Tat 44-Jährige sein Schweigen beenden würde.

Der Prozess findet vor einem Geschworenengericht in Santa Cruz de Tenerife statt und es waren zunächst acht Verhandlungstage angesetzt. Am 3. Februar sollten die neun Geschworenen dann ihr Urteil über Schuld oder Unschuld des Angeklagten verkünden. Das Strafmaß legt ein Richter fest. Im Falle einer Verurteilung droht dem Deutschen eine lebenslange Freiheitsstrafe, die in Spanien nach 25 Jahren überprüfbar ist.

Die beiden Opfer waren 39 und 10 Jahre alt und ebenfalls deutsche Staatsbürger, die in Halle an der Saale lebten. Als die Frau mit ihren beiden Söhnen den auf Teneriffa lebenden Mann besuchte, lockte der seine Familie nach Überzeugung der Anklage am 23. April 2019 unter einem Vorwand in eine abgelegene Höhle im Süden der Kanaren-Insel. Dort habe er die beiden Opfer ermordet, wie die Untersuchungsrichterin in ihrem Abschlussbericht schrieb. Der jüngere, damals siebenjährige Sohn habe fliehen können und sei so dem Tod entgangen. Die Aussage des Jungen führte zur Festnahme des Mannes kurz nach der Tat. dpa

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