Flüge in München und Frankfurt gestrichen

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Frankfurt/Main - Die Vulkanasche, die aus Island über Nordeuropa zieht, hat auch in Deutschland zu zahlreichen Flugausfällen geführt. In München und Frankfurt fielen knapp 150 Flüge aus.

Die Sperrung von mehreren Flughäfen in Großbritannien und Skandinavien wegen Vulkanasche hat auch an vielen deutschen Flughäfen zu Ausfällen geführt. Allein am größten deutschen Flughafen in Frankfurt wurden bis zum frühen Donnerstagnachmittag knapp über 100 gestrichene Starts und Landungen gezählt, sagte Flughafensprecher Wolfgang Schwalm. Zugleich landeten auf der Frankfurter Luftverkehrs-Drehscheibe aber auch mehrere Dutzend Flugzeuge, die auf dem Weg nach London waren und dort wegen der Sperrung der Flughäfen nicht mehr landen konnten. Dabei handelte es sich vor allem um Langstreckenflüge aus den USA oder Asien. Sie waren gestartet, als die Londoner Flughäfen noch offen waren. Die Passagiere wurden von den jeweiligen Airlines versorgt.

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Bei den in Deutschland gestrichenen Starts und Landungen handelte es sich um Flüge nach Großbritannien und Skandinavien. So berichtete die Lufthansa über Ausfälle auf Strecken nach London, Birmingham, Manchester oder auch Stavanger in Norwegen. Bei den Flügen nach Nordamerika kam es zu Verspätungen von wenigen Flugminuten, weil die Maschinen eine südlichere Route flogen.

36 Flüge in München gestrichen

Weg der Vulkanasche im Satellitenbild.

Am zweitgrößten Flughafen Deutschlands in München wurden bis zum Mittag 36 Flüge gestrichen. Auf den beiden Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld traf es zunächst zehn Flüge. In Düsseldorf konnten zunächst 44 Maschinen von und nach Großbritannien und Skandinavien nicht starten. Am Flughafen Köln/Bonn wurden sieben Flüge nach Dublin, London, Manchester, Stockholm und Kopenhagen gestrichen. Die Folgen und wirtschaftlichen Schäden blieben damit deutlich geringer, als am Vormittag befürchtet worden war.

Die europäische Flugsicherungsbehörde Eurocontrol hatte zunächst erklärt, sie habe Teile des deutschen Flugraums wegen der Vulkanasche gesperrt. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) und die Deutsche Flugsicherung stellten allerdings klar, dass es keine Sperrung gebe. Die notwendigen Maßnahmen seien über eine Wetterwarnung umgesetzt worden. Ausfälle im Flugverkehr können für die betroffenen Airlines schnell zu hohen wirtschaftlichen Schäden führen. So hatte die Lufthansa den Schaden durch den eintägigen Pilotenstreik im Februar auf rund 50 Millionen Euro beziffert. Damals waren etwa 2000 Flüge ausgefallen.

Eurostar Richtung London ausgebucht

Wer mit dem Reiseziel London vom Flugzeug auf die Bahn umsteigen will, hat schlechte Aussichten: Alle Züge von Brüssel und Paris nach London am heutigen Donnerstag und morgigen Freitag sind bereits ausgebucht. Das sagte ein Sprecher des Schnellzuges Eurostar auf Anfrage in Brüssel: “Nur wer ein gültiges Ticket hat, sollte zum Bahnhof kommen.“ Der Ansturm sei wegen der vielen abgesagten Flüge sehr groß. Auch von London aus Richtung Kontinent seien die Züge voll. Ob Eurostar Sonderzüge einsetzen könne, sei noch nicht entschieden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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