Nach kuriosem Stellenangebot nahe Salzburg

Kein Strom, kein Wasser: Neuer Eremit für Saalfelden gefunden

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Eine Pfarrei nahe Salzburg suchte via kurioser Stellenanzeige einen Eremiten. Er muss ohne Strom und fließendes Wasser in einer kargen Unterkunft auskommen, die in den Fels gebaut ist. Nun hat sich ein Freiwilliger gefunden:

Es war eine Stellenausschreibung für jeden, der gerne allein ist und auf jeglichen Luxus verzichten will: Die Pfarrei Saalfelden suchte einen Einsiedler für eine Klause, die sich in 1.400 Meter Höhe an einer Felswand befindet. "Es soll eine Person sein, die ein offenes Ohr und ein offenes Herz für Wanderer hat“, sagte Pfarrer Alois Moser. Der Einsiedler - Frauen dürfen sich nicht bewerben - soll eine Verbindung zum christlichen Glauben haben und muss sich selbst versorgen. Bezahlung gibt es nicht.

Belgier setzt sich gegen 50 Mitbewerber durch

Wie salzburg24.at nun berichtet, wurde offenbar ein neuer Eremit für die Pfarrei gefunden: Ein 58-jähriger Belgier wird Ende April die Klause am Fuße des Steinernen Meeres beziehen. Der pensionierte Vermessungstechniker und geweihte Diakon Stan Vanuytrecht aus der Nähe von Brüssel hat sich nach einem langen Auswahlverfahren gegen mehr als 50 Bewerber aus aller Welt durchgesetzt.

“Wir haben uns für Stan Vanuytrecht entschieden, weil uns seine Persönlichkeit sehr anspricht. Er strahlt Ruhe aus und wirkt gefestigt. Und er hat uns gleich wissen lassen, dass er für längere Zeit als Einsiedler in Saalfelden leben möchte”, erklärte Bürgermeister Erich Rohrmoser die Entscheidung gegenüber salzburg24.at.

“Als ich von der Eremitage in Saalfelden gelesen habe, dachte ich mir: Das ist mein Platz. Hier will ich sein.” Die Stille in der Früh und am Abend und der intensive Kontakt mit den Besuchern tagsüber seien laut salzburg24.at für ihn die ideale Kombination.

Viel Ruhe, gute Aussicht: Das bietet der Job als Eremit in Saalfelden

Die Klause von Saalfelden ist mehr als 350 Jahre alt. Es ist eine der letzten bewohnten Einsiedeleien in Europa. Die natürliche Felshöhle am Fuße des Steinernen Meeres ist im 17. Jahrhundert zu einer Kapelle ausgebaut worden. Seit damals wird dort der Schutzpatron der Tiere, der Heilige Georg, verehrt. Früher diente der Bewohner der Klause auch als Feuermelder für den österreichischen Ort.

Die Saison dauert von Mitte April bis November. In den Wintermonaten ist die Einsiedelei wegen der Kälte nicht bewohnbar. Im vergangenen Jahr lebte ein Wiener Pfarrer und Psychotherapeut dort, davor war es zwölf Jahre lange die Bleibe eines Benediktinermönches gewesen.

mh

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