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Nach Mord an vier US-Polizisten: Verdächtiger erschossen

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Ein SWAT-Team begutachtet ein Gewehr, das sie im Haus des Verdächtigen gefunden hatten.

Seattle - Ein vierfacher Polizistenmörder ist im US- Bundesstaat Washington nach zweitägiger Flucht von Fahndern erschossen worden. 

Die Ermittler hätten Maurice Clemmons am Dienstag nahe Seattle überwältigt, wie ein Polizeisprecher mitteilte. “Wir haben den Verdächtigen. Er läuft nicht länger da draußen herum“, sagte Polizeisprecher Ed Troyer. Vier Personen, die dem mutmaßlichen Mörder zur Flucht verholfen haben sollen, wurden verhaftet.

Die Ermittler hatten den bereits von einem Schuss verletzten Gewalttäter in einem gestohlenen Auto im Süden der Stadt aufgespürt. Auf die Aufforderung auszusteigen, habe er nicht reagiert. Daraufhin eröffnete ein Polizist das Feuer. Clemmons starb kurz darauf an seinen Verletzungen. Er trug die Waffe eines seiner Opfer bei sich.

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Am Montagabend hatten die Fahnder mehrere Häuser von Clemmons Verwandten umstellt, um zu verhindern, dass der Flüchtige dort Unterschlupf findet. Die Familie des mehrfach Vorbestraften hatte versucht, die Polizei durch falsche Hinweise in die Irre zu führen. Der Tod der Polizisten schockierte ganz Amerika. Die vier Beamten in Uniform - drei Männer und eine Frau - saßen vor Schichtbeginn am Sonntagmorgen bei einer Tasse Kaffee beisammen. Ein Polizeisprecher sprach von einer “regelrechten Hinrichtung“. Clemmons hatte nach Aussage eines Kellners ohne jede Vorwarnung seine Waffe gezückt und auf die Uniformierten geschossen. Dabei wurde er selbst von einer Kugel in den Bauch getroffen.

Die Motive der Tat lagen im Dunkeln. Clemmons soll einen Tag vor dem Verbrechen damit gedroht haben, gewaltsam gegen Polizisten vorzugehen. Er habe “einfach Bullen gehasst“, sagte Troyer. Clemmons war vor einer knappen Woche gegen Kaution aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden, nachdem er wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und Kindesmissbrauchs festgenommen und angeklagt worden war.

dpa

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