Aus Kostengründen

Nasa verschiebt Testflug der US-Raumkapsel Orion

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Die künstlerische Darstellung zeigt die Raumkapsel Orion auf der Erdumlaufbahn.

Washington - Der ursprünglich für November 2018 geplante Testflug der US-Raumkapsel Orion in die Tiefen des Weltraums verschiebt sich aus Kostengründen auf frühestens 2019.

Das teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Freitag mit. Vorgesehen ist, dass das Nasa-Raumfahrzeug zu einem unbemannten Testflug über die Mondumlaufbahn hinaus aufbricht. Die Überlegung, bereits beim ersten Testflug Astronauten an Bord zu nehmen, wurde wieder fallengelassen.

Die erste bemannte Orion-Mission findet daher wie anfangs geplant frühestens im August 2021 statt - beim zweiten Flug der Orion-Kapsel. Doch auch diese Mission werde voraussichtlich verschoben, erklärte Bill Gerstenmaier, der bei der Nasa stellvertretend für die bemannte Raumfahrt zuständig ist. Die mit dem Weißen Haus abgestimmte Verschiebung des ersten Testflugs begründete Gerstenmaier neben dem Kostenfaktor mit der Notwendigkeit, den Hitzeschild der Kapsel zu verbessern und Orion mit lebensrettenden Systemen auszustatten.

Die Nasa arbeitet derzeit an der weltweit mächtigsten Trägerrakete SLS, die Orion in die Nähe des Mondes bringen soll. Später soll die bemannte Orion-Kapsel den Mars erreichen. Die Kosten dafür werden bis zum Jahr 2033 mit 33 Milliarden Dollar veranschlagt.

Mit dem Orion-Raumfahrzeug sollen Menschen erstmals seit den Apollo-Mondlandungen Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre wieder weit ins All vorstoßen - und damit den Weltraum auch jenseits des erdnahen Orbits und der Internationalen Raumstation ISS erkunden. Laut Nasa soll die Orion-Kapsel "weiter fliegen als jedes für Menschen gebaute Raumfahrzeug jemals zuvor".

AFP

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