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Tragödie in Nepal mit rund 70 Toten

Co-Pilotin stirbt bei Absturz - sie ereilt damit wohl selbes trauriges Schicksal wie ihr Mann

Flugzeugwrack
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Trümmer des verunglückten Passagierflugzeugs der örtlichen Fluggesellschaft Yeti Airlines.

Nach dem schrecklichen Flugzeugabsturz in Nepal, bei dem rund 70 Menschen das Leben verloren, werden weitere Details zu dem Unglück bekannt. Im Mittelpunkt steht die Co-Pilotin des verunglückten Fliegers.

Nepal - Anju Khatiwada war Co-Pilotin des Flugs 691 der Yeti Airlines, welcher nahe einer 300 Meter tiefen Schlucht unweit des Touristen-Ortes Pokhara zerschellte. Es handelt sich bei dem Absturz um das schlimmste Flugzeugunglück seit 30 Jahren. Bislang fanden Bergungsteams die Leichen von 69 der 72 Menschen an Bord. Laut Behörden von vor Ort gibt es aber kaum Aussicht darauf, die vermissten drei Passagiere noch lebend zu finden.

Nepal: Ehemann der Co-Pilotin ebenfalls bei Flugzeugabsturz gestorben

Wie die britische BBC nun berichtet, war Khatiwadas Ehemann Dipak Pokhrel ebenfalls Co-Pilot bei Yeti Airlines. Auch er verlor sein Leben bei einem Flugzeugabsturz. Sein Tod habe Khatiwada maßgeblich beeinflusst, Pilotin zu werden.

Nach ihrem tragischen Verlust und nun allein mit einem kleinen Kind, sei Khatiwadas Trauer zu ihrer motivierenden Kraft geworden, so die BBC in einem Beitrag. „Sie war eine entschlossene Frau, die für ihre Träume einstand und die Träume ihres Mannes erfüllte“, sagte Familienmitglied Santosh Sharma gegenüber dem britischen öffentlich-rechtlichen Sender weiter.

Pokhrel befand sich im Juni 2006 in einem Propellerflugzeug, welches Lebensmittel in die westliche Stadt Jumla transportierte, als der Flieger abstürzte. Neun Menschen an Bord verloren damals ihr Leben.

Flugzeug zerschellt in Nepal

Die Maschine der nepalesischen Yeti Airlines, verunglückte am Sonntagmorgen mit Anju Khatiwada als Co-Pilotin auf dem etwa halbstündigen Flug zwischen der Hauptstadt Kathmandu und Pokhara beim Landeanflug, wie es von der Zivilluftfahrtbehörde hieß. An Bord seien den Angaben zufolge neben 53 Fluggästen aus Nepal auch Menschen aus Indien, Russland, Südkorea, Australien, Argentinien, Frankreich und Irland gewesen. Ein Sprecher des irischen Außenministeriums stellte dann klar, dass es sich bei dem irischen Passagier tatsächlich um einen Brite gehandelt habe.

Nepalesische Rettungskräfte arbeiten an dem Wrack eines abgestürzten Passagierflugzeugs. Nach dem Absturz eines Inlandflugzeugs mit 72 Menschen an Bord sind in Nepal mindestens 68 Leichen geborgen worden.

Pokhara ist der Ausgangspunkt für zahlreiche Trekkingtouren im Himalaya, unter anderem zum Annapurna-Massiv, einer beliebten Wanderregion.

In Nepal gibt es immer wieder Flugzeugabstürze. Das hat unter anderem damit zu tun, dass sich dort viele der welthöchsten Berge befinden, darunter der Mount Everest, und sich Wetterverhältnisse schnell ändern können. Die Sicherheitsaufsicht der nepalesischen Luftfahrtbehörden ist aus Sicht der EU nicht ausreichend. Wegen Sicherheitsbedenken dürfen nepalesische Fluggesellschaften deshalb nicht im EU-Luftraum fliegen. Auch die Fluggesellschaft Yeti Airlines, für die die Unglücksmaschine im Einsatz war, steht wegen Sicherheitsbedenken auf einer schwarzen Liste der EU. In Nepal vergeht kaum ein Jahr ohne einen Toten bei einem Flugzeugabsturz, sagte Flugunfallexperte Richter.

Nepal: Absturz im Himalaya mit 22 Toten

Im vergangenen Jahr stürzte ein Passagierflugzeug auf der Flugroute Pokhara-Jomsom ab, 22 Menschen starben, darunter zwei Hessen. Und bei einem Unglück 1992 zerschellte ein Airbus A300 B4 der Pakistan International Airlines wegen zu niedriger Flughöhe beim Anflug auf Kathmandu an einem Berg. Keiner der 167 Insassen überlebte.

Bei der nun verunglückten Maschine handelte es sich um eine ATR 72-500, ein Regionalverkehrsflugzeug für Kurzstrecken. Die zweimotorigen ATR-72-Maschinen sind auch an anderen Orten auf der Welt im Einsatz. Die Flotte der Yeti Airlines bestand nach Unternehmensangaben aus sechs Fliegern dieses Typs. Die französisch-italienische Firma Avions de Transport Régional (ATR), ein Joint Venture von Airbus und Leonardo, teilte mit, sie unterstütze die Untersuchungen zum Absturz.

Dass jetzt auch Co-Pilotin Anju Khatiwada genau wie ihr Mann bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, gehört zu den traurigen Einzelschicksalen in einer schrecklichen Tragödie.

fgr/dpa

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