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Faktencheck zu vermeintlichen Aufnahmen aus Unglücksmaschine

Echt oder fake: Zeigt ein Video den Flugzeugabsturz in Nepal mit Dutzenden Toten?

Zeigt das Twitter-Video tatsächlich den Flugzeugabsturz mit Dutzenden Toten in Nepal?
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Zeigt das Twitter-Video tatsächlich den Flugzeugabsturz mit Dutzenden Toten in Nepal?

Am Sonntag (15. Januar) stürzte ein Passagierflugzeug mit 72 Menschen an Bord in Nepal ab. Wenige Tage nach dem Unglück mit mindestens 69 Toten kursiert ein Video, das den Absturz angeblich live auf Facebook gezeigt haben soll, im Netz. Doch stammen die Aufnahmen wirklich aus der Unglücksmaschine? Ein Faktencheck:

Kathmandu (Nepal) – Mindestens 69 Menschen sind tot, drei gelten noch als vermisst. So lautet die bisherige Bilanz des schrecklichen Flugzeugabsturzes unweit der nepalesischen Hauptstadt. Die zweimotorige ATR-Maschine der nationalen Yeti Airlines verunglückte am Sonntagvormittag (15. Januar) auf dem etwa halbstündigen Flug zwischen Katmandu und Pokhara, der zweitgrößten Stadt des Landes.

Seit Montag (16. Januar) kursiert in den sozialen Medien ein Video, das den Absturz aus der Sicht eines Passagiers zeigen soll. Angeblich soll es als Facebook-Video live gestreamt worden sein und die letzten rund anderthalb Minuten vor dem Aufschlag auf dem Boden zeigen.

Faktencheck: Zeigt das Video die dramatischen letzten Sekunden an Bord?

Zu Beginn des Clips deutet noch nichts auf die schrecklichen Entwicklungen hin, die wenige Sekunden später eintreten sollten. Nachdem auf der Aufnahme erst noch der atemberaubende Blick aus dem Fenster und lachende Menschen zu sehen sind, schlagen plötzlich Flammen vor die Kamera – Panik bricht aus. Wenige Augenblicke später landet das Aufnahmegerät im Gebüsch auf dem Boden.

Doch handelt es sich bei den schockierenden Bildern wirklich um ein Video aus der Unglücksmaschine? Die Landschaft, die bei dem Blick aus dem Fenster zu sehen ist, stimmt jedenfalls mit den behördlichen Angaben zum Flugverlauf überein. Auch über das Online-Portal flightradar24.de kann die Route entsprechend nachvollzogen und mit Satellitenbildern verglichen werden.

Außerdem kontaktierte die Deutsche Presse-Agentur (dpa) einen Mann, dessen Name auf der behördlichen Liste der Kontaktpersonen stand. Er bestätigte, dass einer der Männer im Video sein Freund gewesen sei und die gleiche Kleidung wie vor dem Abflug getragen habe. Damit deutet also vieles darauf hin, dass die Aufnahmen tatsächlich die letzten Sekunden des Unglücksflugs dokumentieren dürften.

Handynutzung an Bord normalerweise verboten

Allerdings sei es bei Regionalfliegern wie der verunglückten Maschine weltweit unüblich, dass man das Mobilfunknetz während des Fluges benutzen dürfte, sagte der Gründer und Geschäftsführer des Flugunfallbüros Jacdec in Hamburg, Jan-Arwed Richter. In den 90er-Jahren sei die Handynutzung in Flugzeugen verboten worden, weil es Zwischenfälle gegeben habe, bei denen die Bordelektronik von den Funkwellen der Handys beeinflusst worden sei.

Seit den 90er-Jahren seien aber keine Fälle dieser Art gemeldet worden. Bei einigen Fluggesellschaften ist die Nutzung des Mobilfunknetzes während des Fluges inzwischen erlaubt. Ob auch in diesem Fall die Nutzung des Smartphones erlaubt war oder das Handy verbotenerweise in Betrieb war, ist allerdings nicht bekannt.

aic

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