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Erstaunliche Wendung in Neuseeland

Politiker als „arroganten Pimmel“ beleidigt: Premierministerin Ardern hat alles richtig gemacht

Seymor und Ardern
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Oppositionspolitiker David Seymour und Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern posieren mit einem unterzeichneten Ausdruck des Protokolls, in dem Ardern Seymour beleidigt.

Ein verbaler Ausrutscher der neuseeländischen Regierungschefin Jacinda Ardern hat überraschend zu einem guten Zweck beigetragen:

Neuseeland – Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern hat ihre Beleidigung eines Oppositionspolitikers in eine Spende für Krebs-Kranke umgemünzt. Vergangene Woche nannte Ardern den Vorsitzenden der rechtsliberalen ACT-Partei, David Seymour, während einer Parlamentsdebatte einen „arrogant prick“, was je nach Übersetzung so viel bedeutet wie „arroganter Pimmel“ oder „arrogantes Arsch“.

„Arroganter Pimmel“ bringt über 59.000 Euro ein

Ardern und Seymour versteigerten jetzt einen von beiden unterschriebenen Ausdruck der Schmähung im Internet. Die signierte Abschrift des besagten hitzigen Wortwechsels im Parlament brachte bei einer Online-Auktion am Donnerstag (22. Dezember) mehr als 63.000 US-Dollar – also rund 59.200 Euro ein. Das Geld soll Prostatakrebs-Patienten zugutekommen.

Ardern hatte nicht bemerkt, dass ihr Mikro an war

Arderns Kommentar war eigentlich nicht für die Öffentlichkeit gedacht, aber sie hatte nicht bemerkt, dass ihr Mikrofon noch eingeschaltet war. Eine solche Wendung habe sie nach dem „Fauxpas mit dem alten Mikrofon im Parlament nicht erwartet“, schrieb Ardern nun in Onlinemedien.

Ein Mikrofon hatte aufgezeichnet, wie Ardern die Beleidigung bei der Rückkehr zu ihrem Platz murmelte. Seymour verlangte daraufhin vom Parlamentspräsidenten eine Entschuldigung der Premierministerin – ihre Bemerkung musste daher protokolliert werden. Später kam Seymour auf die Idee, die Episode zum Anlass zu nehmen, um sich gemeinsam für eine gute Sache einzusetzen. Ardern stimmte ihm zufolge sofort zu. 

Geld kommt „Pimmeln überall“ zugute

Der eingerahmte und von beiden unterschriebene Ausdruck aus dem Sitzungsprotokoll lockte 282 Bieter auf einer Internet-Plattform an. „Das Interesse war größer als gedacht“, erklärte Seymour der Nachrichtenagentur AFP. Er habe nur mit einem Bruchteil der Versteigerungssumme gerechnet.  Da der Erlös der neuseeländischen Prostatakrebs-Stiftung gespendet werden soll, komme das Geld „Pimmeln überall“ zugute, sagte Seymour weiter. Der Vorsitzende der Stiftung, Danny Bedingfield, sagte, die Aktion mache einen gewaltigen Unterschied für Männer und ihre Familien, die mit der Krankheit lebten.

dpa/AFP/mck

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