"Das ist Bullshit"

Hitlers Nachkomme verrät intime Familienstory - und widerspricht "Pakt"

Adolf Hitler mit Winifred Wagner 1934.

New York - Was hält der Großneffe von Adolf Hitler von Angela Merkel und Donald Trump? Der Besuch eines Reporters in den USA klärt das auf - und einiges mehr.

Drei männliche Verwandte Adolf Hitlers leben noch. Es sind die Brüder Louis, Brian und Alexander, die in den USA auf Long Island unter anderem Nachnamen wohnen - sie sind die Großneffen des deutschen Diktators Adolf Hitler. Die Bild-Zeitung hat sie aufgesucht und seltene Einblicke bekommen.

Angela Merkel als Eisbrecher bei Adolf Hitlers Großneffe 

Während der Reporter bei Brian und Louis noch abblitzte, durfte er mit dem 68-Jährigen Alexander sprechen. Der Eisbrecher soll offenbar ausgerechnet die deutsche Kanzlerin Angela Merkel gewesen sein. „Ich mag sie. Sie ist gut. Sie scheint eine intelligente und schlaue Person zu sein“, sagte er dem Bericht nach.

Wie beurteilt er ihr Handeln in der Flüchtlingskrise? „Die Kanzlerin tut, was sie tun muss.“ Wenn er könnte, würde er sie offenbar wählen.

Hitlers Großneffe über Trump: „Ich mag einfach keine Lügner“ 

Und was hält er von Donald Trump? Alle Brüder sind laut Bild Anhänger der republikanischen Partei. Da kommt es doch ein wenig überraschend, dass Alexander mit dem aktuellen US-Präsidenten und Republikaner anscheinend überhaupt nicht kann. „Die letzte Person, von der ich behaupten würde, dass ich sie bewundere, ist Donald Trump. Er gehört definitiv nicht zu meinen Favoriten.“

Dann wird er deutlich: „Manche Dinge, die Trump sagt, sind in Ordnung. Das meiste ist...“ Alexander spricht den Satz nicht zu Ende und fährt fort: „Es ist seine Art, die mich stört. Und: Ich mag einfach keine Lügner.“ Was Alexander offenbar auch nicht mag, ist die AfD. Angesprochen auf die rechtspopulistische Partei, verdreht Adolf Hitlers Großneffe laut Bild nur die Augen und macht eine abfällige Handbewegung.

Der Reporter der Zeitung beschreibt Alexander als einen Mann, der Bruno Ganz, dem Schweizer Schauspieler, der 2004 in „Der Untergang“ seinen Großonkel verkörpert hat, ähnelt.

Münchner Konferenz 1938: In der Bildmitte Adolf Hitler.

Hitler gegen Hitler im Weltkrieg - dann zog sich die Familie zurück 

Doch wie kamen die Brüder in die USA? Adolf Hitler war der Onkel ihres Vaters William Patrick Hitler. In Großbritannien geboren, siedelte „Willy“ 1939 in die USA über, berichtet Bild. Er kämpfte mit der Navy gegen die Kriegsmarine, noch unter dem alten Familiennamen. Hitler gegen Hitler sozusagen. Danach zog sich die Familie zurück. Den Fluch des schlimmsten Familiennamens der Weltgeschichte wollte er seinen Söhnen offenbar ersparen.

Unglaublich: In der Kleinstadt, in der sie leben, sind die Hintergründe der Brüder mit dem wohl bekanntesten Nachnamen der Welt weitestgehend unbekannt. Selbst die meisten Nachbarn wissen nichts von ihrer Familiengeschichte.

Großneffe widerspricht „Pakt“ und verrät intime Geschichte 

Und doch lastet der Fluch des Namens auf der Familie - zumindest scheint das so. Alle drei Brüder sind kinderlos, ihr vierter Bruder im Bunde, Howard, starb bereits 1989.

Der Bild-Zeitung verriet Alexander sogar etwas ganz intimes: Einer seiner Brüder hatte demnach einst eine jüdische Freundin. Hochzeitspläne existierten wohl bereits, als die Frau irgendwann ins Familiengeheimnis eingeweiht wurde. Doch die zukünftige Mrs. Hitler zu werden gefiel ihr offenbar nicht, die Beziehung zerbrach.

Allerdings widersprach Alexander der Saga nach einem „Pakt“, nach dem die letzten Hitlers sich geschworen haben sollen ihre Blutlinie zu beenden. Das sei „Bullshit“, sagte Alexander knapp.

mke/tz.de

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