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Lebensgefährlicher Zwischenfall auf New Yorker Flughafen

„Scheiße, Delta 1943, Start abbrechen“: Zur Katastrophe fehlten nur 300 Meter

Zwischenfall JFK Airport New York
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Die amerikanischen Behörden haben nach dem Zwischenfall auf dem JFK-Airport eine Untersuchung eingeleitet.

New York – Bei abergläubischen Menschen gilt Freitag, der 13., gemeinhin als Unglückstag. Und beinahe wäre dieser Tag am 13. Januar seinem Ruf „gerecht“ geworden. Denn auf einem der größten Flughäfen der Welt fehlte nicht viel zu einer Katastrophe.

Das war knapp, sogar verdammt knapp: Am Ende waren es nur rund 300 Meter, die zu einem Zusammenstoß zwischen zwei großen Flugzeugen fehlten – eines davon raste gerade mit hoher Geschwindigkeit über die Startbahn. Stellt sich natürlich die Frage, was da passiert ist am Freitagabend gegen 20.45 Uhr auf dem New Yorker Flughafen John F. Kennedy (JFK), an den Passagierzahlen gemessen einem der 30 größten Flughäfen der Welt.

Panische Anweisung von Fluglotse

Zu diesem Zeitpunkt war eine Boeing 737 der US-Fluggesellschaft Delta Airlines gerade auf der Startbahn 04L unterwegs, um als Flug DL1943 in Richtung Santo Domingo (Dominikanische Republik) abzuheben. Die Maschine beschleunigte bereits stark, als plötzlich die panische Anweisung eines Fluglotsen auf die Kopfhörer der Piloten durchdrang: „Scheiße, Delta 1943, Start abbrechen!“ Kurz darauf noch einmal derselbe Satz: „Delta 1943, Start abbrechen!“ Dies geht aus den Tonaufnahmen des Funkverkehrs hervor, wie das Luftfahrtportal aerotelegraph.com nun berichtet.

Doch warum hatte der Lotse so eine panische Anweisung gegeben? Genau in dem Moment, als die Delta-Boeing beschleunigte, kreuzte nämlich eine Boeing 777 von American Airlines die Startbahn. Die 777-200 (B772) fuhr – wie diverse Videos im Internet sowie Posts auf Social Media zeigen – von links kommend über einen Rollweg über die Piste, auf der die 737 gerade startete. Die American Airlines-Maschine war ihrerseits gerade auf dem Weg zur Startbahn, um dann den Flug nach London-Heathrow (Flug AA106) aufzunehmen.

American-Maschine hatte wohl keine Freigabe zur Querung

Die Piloten der Delta-Maschine reagierten gerade noch rechtzeitig und brachten das Flugzeug rund 1000 Fuß (rund 300 Meter) vor dem Punkt zum Stehen, an dem das American Airlines-Flugzeug die Bahn gekreuzt hatte. Die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) und die Verkehrsbehörde NTSB (National Transportation Safety Board) leiteten daraufhin eine entsprechende Untersuchung wegen der Fast-Kollision ein (Fachsprache: Close Call).

Das auf solche Zwischenfälle spezialisierte Portal Aviation Herald berichtet nun, dass es nun erste Vermutungen gibt, wie es zu dem Zwischenfall gekommen sein könnte. Demnach hatte die American-Maschine zwar die Freigabe zur Überquerung von Piste 31L (Rollbahn K), jedoch nicht zur Querung von Piste 04L (Rollbahn J). Die Maschine flog laut Medienberichten dennoch noch am Freitagabend nach Großbritannien. Der Delta-Flieger hingegen kehrte zum Gate zurück und hob erst am nächsten Morgen in Richtung Karibik ab. Wie viele Passagiere und Besatzungsmitglieder jeweils an Bord waren, ging aus den Berichten nicht genau hervor.

mw

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