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„Bayerische Provokation“ sorgte 1965 für Aufsehen

Noch ein Rekord für Elizabeth II. - Sieben Anekdoten aus sieben Jahrzehnten der britischen Königin

Erster öffentlicher Auftritt der Queen seit Beginn der Pandemie
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Queen Elisabeth II. feiert am 6. Februar Jubiläum

Seit 70 Jahren ist sie Königin: Zum Jubiläum erzählen wir sieben Anekdoten aus sieben Jahrzehnten.

1952 – Elizabeth übt für den Krönungstag

Vor 70 Jahren ist die heute 95- jährige Elizabeth II. zur Königin proklamiert worden. Früher als gedacht musste die damals 25- Jährige die Nachfolge ihres Vaters George VI. antreten, der in den Morgenstunden des 6. Februar 1952 unerwartet verstorben war. Das Königshaus bereitete sich monatelang auf die Krönungszeremonie vor. Derweil versuchte Elizabeth, sich an die Krone auf ihrem Kopf zu gewöhnen – sie trug die über zwei Kilo schwere Imperial State Crown bei jeder Gelegenheit, auch während der Schreibtischarbeit. Am 2. Juni 1953 war schließlich der große Tag gekommen: Die zweifache Mutter und Ehefrau von Prinz Philip wurde gekrönt. Extra an einem Datum, das sich in der Welthistorie als beständiger Sonnentag erwiesen hatte. An Elizabeths Krönung schüttete es jedoch ununterbrochen. Die Zeremonie wurde im Fernsehen ausgestrahlt – ein Novum. Geschätzte 277 Millionen Zuschauer auf der ganzen Welt verfolgten die Krönung. Bis heute saß in Großbritannien niemand länger auf dem Thron als Elizabeth, weltweit ist sie die am längsten regierende Frau.

1965 – München im Schnelldurchlauf

„Die Herzen des bayerischen Volkes schlagen Eurer Majestät entgegen!“, rief Ministerpräsident Alfons Goppel der Monarchin am 21. Mai 1965 zu. Die 39- jährige Queen war damals auf Staatsbesuch in München. Mehr als 250 000 Bayern säumten die Straßen. Es war ein Spektakel, das monatelang akribisch vorbereitet wurde – und die Beziehung zwischen Bayern und der Bundesrepublik auf die Probe stellen sollte. Bayern widersetzte sich nämlich den Anordnungen zum Besuch der Königin. Das Protokoll wurde schon bei der Ankunft des royalen Paars am Hauptbahnhof umgeworfen, als ungeplant die bayerische Landeshymne ertönte. Für die Bundesregierung eine Provokation. Elizabeth und Philip waren genau 14 Stunden in der Landeshauptstadt. Zum Abschluss lauschte die Königin dem „Rosenkavalier“ in der Königsloge des Nationaltheaters, ehe sie kurz nach Mitternacht wieder in den Sonderzug stieg – und zur nächsten Station ihrer Deutschlandreise fuhr.

1969 – königliche Grüße vom Mond

In sieben Herrschaftsjahrzehnten bereiste die Queen alle Ecken dieses Planeten. Dabei hinterließ sie überall ihre Spuren. Sogar auf dem Mond ist die Monarchin verewigt: in Form einer Grußbotschaft, die sie den Astronauten der Apollo-11-Mission 1969 übermittelte. „Im Namen des britischen Volkes begrüße ich die Fähigkeiten und den Mut, die den Menschen auf den Mond gebracht haben. Möge dieses Unterfangen das Wissen und das Wohlergehen der Menschheit vermehren“, bannte Elizabeth auf einen Mikrofilm. Die Astronauten ließen die waren die beiden verheiratet. Klar, dass da nicht immer alles glatt laufen konnte: Als junge Frau soll die Queen im Streit einen Tennisschläger und Schuhe nach ihm geworfen haben – und dem Prinzen sagten die englischen Boulevardmedien einige Male Affären nach. Nach 73 Jahren Ehe starb Philip, er wurde 99. Der 8. April 2021 ist für die Queen ein Tag tiefster Trauer. „Philip ist ganz einfach meine Stärke und mein Fels in all den Jahren“, sagte sie über ihren Ehemann.Nachricht auf dem Mond zurück, verstaut in einem Container.

1982 – ein Einbrecher im Bett der Queen

Als die Queen am Morgen des 9. Juli 1982 die Augen aufschlug, saß ein fremder Mann auf ihrer Bettkante. „Was machen Sie hier?“, soll die damals 56- jährige Königin gefragt haben. Michael Fagan, der Einbrecher, wollte offenbar nur mit der Queen reden – und zwar so unbedingt, dass er dafür über ein Regenrohr durch ein offenes Fenster in den Buckingham Palace eingedrungen war und sich in ihr Schlafgemach geschlichen hatte. Als die Königin nach dem Telefon griff, antwortete der Sicherheitsdienst nicht. Sie stieg aus dem Bett, sagte höflich: „Nur eine Minute, ich hole jemanden“ – und stürmte aus dem Zimmer. Drei Minuten saß Fagan auf dem Bett und wartete geduldig auf die Palastwachen. Wegen des Einbruchs wurde er nie verurteilt – allerdings verbrachte er einige Monate in psychiatrischer Behandlung.

1991 – „Sie kommen hier nicht rein“

Die „Royal Windsor Horse Show“ ist fest im Jahresprogramm von Elizabeth II. eingeplant. Im Mai 1991 hätte die Königin ihre geliebte Pferdeshow allerdings fast verpasst, weil sie am Eingang schlichtweg nicht erkannt wurde. „Sorry, Liebes, Sie kommen hier nicht ohne Sticker rein“, soll der Sicherheitsmann Carl Shimmin zu ihr gesagt haben. Er hielt sie für ein „altes Liebchen“, das etwas verloren schien. Die Queen reagierte gelassen. Sie sagte: „Ich glaube, wenn Sie noch einmal nachschauen, darf ich doch rein.“

2015 – ein peinliches Geschenk aus Berlin

Elizabeth II. hat schon so einige skurrile Geschenke aus aller Welt bekommen: Elefanten, Lamas, Teewärmer in Hunde-Optik und Spielzeughamster zum Beispiel. Normalerweise ist die Queen dafür bekannt, auf Überraschungen lässig zu reagieren. Aber das Geschenk, das der damalige Bundespräsident Joachim Gauck ihr beim Berlin-Besuch im Jahr 2015 übergab, fand sie einfach nur befremdlich: ein Gemälde, das die Queen als Neunjährige auf einem blauen Pony zeigt. Daneben steht ein Mann und hält die Zügel. „Ist das nicht eine etwas merkwürdige Farbe für ein Pferd?“, fragte die Königin peinlich berührt. Und ergänzte: „Soll das mein Vater sein?“ Sollte er wohl – erkannt hat sie ihn aber nicht. Die englische Boulevardzeitung „Daily Express“ titelte daraufhin: „Deutsche beleidigen Königin mit Porträt, das aussieht wie die Arbeit eines Fünfjährigen“.

2021 – die Welttrauert mit der Königin

Elizabeth war erst dreizehn Jahre alt, als sie sich in ihren Traumprinzen Philip verliebte. Seit dieser Begegnung stand ein Foto des angehenden Marineoffiziers im Zimmer der jungen Prinzessin. Die Verliebten schrieben sich fortlaufend Briefe, im November 1947 folgte dann die Hochzeit. 73 Jahre 

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