BP startet neuen Versuch im Kampf gegen Ölpest

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Washington - Im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko wird BP möglicherweise schon heute einen neuen, beispiellosen Versuch starten.

Der Konzern will mit hohem Druck schwere Schlammmassen in das offene Bohrloch in 1500 Metern Tiefe pumpen. So soll die sprudelnde Ölquelle verschlossen werden. BP-Chef Hayward gab der Aktion eine Erfolgschance von 60 bis 70 Prozent.

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Inzwischen will der US-Kongress als Reaktion auf die Umweltkatastrophe die Ölsteuer erhöhen. Nach den Plänen könnte sich die Steuer vervierfachen und über einen Zeitraum von zehn Jahren umgerechnet etwa neun Milliarden Euro bringen. Das Geld soll in einen Fonds fließen, der für die Kosten von Reinigungsaktionen aufkommt.

Im Zusammenhang mit der Ölpest haben Aktionäre den Energiekonzern BP verklagt. „Das Deepwater-Desaster hat für BP und seine Tochtergesellschaften finanzielle Konsequenzen, die sich auf Milliarden Dollar belaufen. Diese beinhalten die Haftung für den Schaden an Eigentum, kommerziellen Interessen und an der Tierwelt“, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Klageschrift. Die Katastrophe habe den Marktwert von BP um 40 Milliarden Dollar geschmälert.

Das Gerichtsverfahren im US-Bundesstaat Delaware wurde von dem Privatinvestor Robert Freedman und der Verkehrsbetriebsgesellschaft Southeastern Pennsylvania Transportation Authority (SEPTA) angestrengt. BP äußerte sich zunächst nicht zu den Anschuldigungen.

dpa

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